Do, 24. Mai 2018

Fitnesstrend im Test

22.04.2015 13:01

Heute mach ich mich mal CrossFit

Trainieren mit Sandsäcken, Traktorenreifen oder Turnringen? Klingt nach Brutalität und männlichem Testosterongehabe. Ob der neue Trendsport CrossFit wirklich auch etwas für Frauen ist? Wir haben es ausprobiert und wurden positiv überrascht!

Beim sogenannten CrossFit-Training handelt es sich um eine Fitnesstrainingsmethode, die Gewichtheben, Turnen, Sprinten und Eigengewichtsübungen miteinander verbindet. Ziel ist es, dass sich Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Balance mit der Zeit verbessern. Oder, wie Trainer Maximilian Urak es ausdrückt, dass "ich auch später noch ohne Hilfe vom Klo aufstehen kann" sowie "keinen Bandscheibenvorfall" zu bekommen. Das Training setze auf Übungen zur Stabilisierung und Erhaltung eines gesunden Bewegungsapparates, und das ohne sperrige Trainingsgeräte. Alltägliche Bewegungen würden aufgegriffen und spezifisch umgesetzt, wie beispielsweise das Aufheben von Gegenständen oder das Aufstehen aus der Kniebeuge. "Wir verwenden keine Maschinen, wir bauen sie!", verspricht er getreu dem Motto seines Studios in der Wiener Innenstadt.

Aufwärmen, Squats und Kettlebells
Anfänger würden zuerst einmal die "Basics" lernen, das sind das richtige Heben von Gewichten - "da wird viel falsch gemacht" - sowie die exakte Ausführung von Squats (Kniebeugen). Na dann, los! Um warm zu werden verordnet Urak Treppentraining. Das heißt, dass mit jeder Runde, bei zehn Wiederholungen angefangen, eine Wiederholung weggelassen wird: Also zehn "Jumping Jacks" (Hampelmannsprünge), gefolgt von zehn Ausfallschritten, gefolgt von zehn Liegestütz, gefolgt von neun "Jumping Jacks" und so weiter. Für Anfänger wird schon das Aufwärmen zur Herausforderung, deshalb kürzt der Trainer in unserem Fall gnädigerweise ab.

Jetzt geht es ans Lernen der richtigen Squat-Technik. Ein niedriger Hocker hilft dabei, die richtige Tiefe beim Hinsetzen, ohne dass man sich wirklich setzt, zu finden. Dann gibt's eine Verschärfung der Übung in Form einer etwa elf Kilo schweren Kettlebell, die vor den Körper gehalten wird, während der Squat ausgeführt wird. Danach überreicht Urak eine tatsächlich 20 Kilogramm schwere Kettlebell und erklärt das richtige Heben der Kugel: Verboten ist ein Rundrücken! Wirbelsäule anspannen, gerade halten und mit dem Kopf nach vorne zu blicken ist richtig.

Ziel: Das eigene Körpergewicht heben zu können
"Eine Frau sollte mit der Zeit einen Klimmzug können, Männer fünf. Ziel ist es, sein eigenes Körpergewicht heben zu können", meint der Trainer und zeigt auf eine Art an der Decke hängende Metallleiter. "Geht sicher nicht!" Geht doch! Mithilfe eines Gummibandes, das um die Leiter geschlungen wird und in das man einen Fuß stellt, gelingen einige Klimmzüge. Motivation und Erfolg pur! Mit der Zeit werde das Band gegen immer schwächere Bänder ausgetauscht werden, bis der Klimmzug gelingt. Letzte Station des Kennenlerntrainings: Turnringe, an denen man den Körper hochzieht.

Erst jetzt geht es ans Eingemachte. Eine zehnminütige Intensiveinheit beginnt, in der so oft wie möglich eine Übungsfolge zehnmal wiederholt werden soll: Squats mit leichter Kettlebell, 16-Kilo-Kettlebell vom Boden heben, Körpergewicht an Ringen hochziehen, eine Bauchübung.

Geschafft! Und die Knie zittern nur ein bisschen! Fazit: ein extrem effizientes Training, bei dem Kraft und Fitness mit der Zeit sicher aufgebaut werden. Die Übungen sollten aber unbedingt unter Anleitung eines Trainers erfolgen, der korrigierend eingreift und sie der Konstitution des Trainierenden anpasst.

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