Di, 22. Mai 2018

Vierbergelauf:

13.04.2015 18:58

Viele Berge auf dem Weg ins Paradies

Tausende machen sich am Dreinagelfreitag, dem zweiten Freitag nach Ostern, auf beschwerliche Wege: Über 52 Kilometer pilgern sie über vier Berge rund um St. Veit – mit neuer Streckenführung am Ulrichsberg. Ebenfalls zu Mitternacht beginnt der Marsch auf dem Lisnaberg. In der Früh starten die Lavanttaler.

Die Tür zum Paradies soll jeder aufgemacht haben, der dreimal den Vierbergelauf gegangen ist. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag beginnt die Wallfahrt mit einer Mitternachtsmesse auf dem Magdalensberg. Binnen 16 Stunden legen die Pilger 52 Kilometer zurück und überwinden mehr als 2000 Höhenmeter.

Viele sind Anhänger der Theorie, der Vierbergelauf stamme aus der Keltenzeit, wofür es jedoch keine Nachweise gibt. Der erste schriftliche Nachweis für die Wallfahrt stammt aus 1500. Joseph II. und das NS-Regime haben sie verboten, doch die Menschen zieht es alljährlich auf den beschwerlichen Weg. Tradition ist auch das Sammeln des Vierbergelaubes: Vom Magdalensberg wird Bärlapp, vom Ulrichsberg Efeu, vom Veitsberg ein Fichtenästchen, vom Lorenziberg Wacholder mitgenommen. Vor und nach den fünf Gottesdiensten – jenen bei der Karnberger Kirche (7 Uhr) zelebriert Bischof Alois Schwarz – gehen die Pilger dreimal um die Kirche.

Der Weg über den Ulrichsberg wird eigens ausgeschildert: Weil der Isisweg durch einen Felssturz verschüttet wurde, führt die Route entlang der Alm, vorbei am Goëss-Marterl und dann entweder über den "Wurzelsteig" oder über die Forststraße zum Gipfel.

Jauntaler Drei-Berge-Wahlfahrt

Zeitgleich mit dem Vierbergelauf beginnt die Jauntaler Drei-Berge-Wallfahrt: 27 Kilometer vom Lisnaberg über St. Luzia und Heiligenstadt bis Heiligengrab. Im Lavanttal gehen die Pilger Freitag um 6.30 Uhr bei der Stiftskirche St. Paul los über den Josefsberg zum Johannesberg (11 Uhr).

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