So, 27. Mai 2018

UNO-General beklagt:

12.04.2015 19:00

Ganze Nationen werden durch Kriminelle verwüstet

Gipfel der Superlative in der Wüste: Im Emirat Katar reden seit Sonntag 5.000 Teilnehmer, 110 Regierungschefs und Minister aus 142 Nationen über 75 verschiedene Bereiche der Kriminalitätsprävention. Dazu passend Dutzende dramatische Appelle (aber keine Lösungen) von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon. Mittendrin: Österreichs Justizminister Wolfgang Brandstetter, der sich wacker durch das Konferenz-Getümmel schlägt.

Bevor die Minister aus der ganzen Welt über die Kriminalitätsbekämpfung (von Waffen- bis zu Menschenhandel) reden können, müssen sie zur Begrüßung des jungen Emirs Tamin Bin Hamad Al-Thani stramm stehen.

Frauen und Mädchen als Arbeits- und Sexsklaven
Danach kommt noch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon an die Reihe, der den Anwesenden die Leviten liest: "Wie können Menschen Erfolg haben, wenn Polizei und Gerichte als Instrumente der Unterdrückung dienen?", und "welche Chancen haben junge Menschen, wenn ihre Ressourcen durch Korruption gestohlen werden?". "Rund um den Globus werden Gemeinden und Nationen durch Kriminalität und Kriminelle verwüstet", klagt der UNO-Generalsekretär. "Hunderttausende Frauen und Mädchen werden durch Menschenhändler zu Arbeits- und Sexsklaven. Und das alles für kriminellen Profit."

Junge Menschen in kollektiver Depression
Justizminister Brandstetter unternimmt bei dem UNO-Treffen durch persönliche Gespräche den Versuch, seine internationalen Amtskollegen zu überzeugen, dass es vor allem um die Einhaltung der Grund- und Freiheitsrechte geht. Angesichts des IS-Terrors appelliert er an die Kongressteilnehmer, zu bedenken, dass "die tieferen Ursachen für die Radikalisierung von jungen Menschen auch in traurigen ökonomischen Aussichten, in denen sie leben, liegen". Brandstetter verweist auf Islam-Experten, die meinen, dass die jungen Menschen "von einer Art kollektiver Depression" erfasst worden sind.

Minister besucht einzige katholischen Kirche
Brandstetter nimmt am Montag auch an einer Spezialkonferenz zum Thema "Femizid" teil, also der meist mit Todesfolgen verbundenen Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Zwischen seinen Gesprächsterminen plant der Justizminister auch einen demonstrativen Besuch in der bisher einzigen katholischen Kirche im islamischen Emirat Katar.

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