Mo, 21. Mai 2018

Lage angespannt

12.04.2015 15:32

Schlägerei in Kabine - HSV prügelt sich in 2. Liga

Heimniederlage, Abstiegsplatz, Schlägerei in der Kabine und flüchtende Fans: Der einstmals große Hamburger SV ist am vorläufigen Tiefpunkt angekommen. Doch trotz des drohenden erstmaligen Absturzes in die 2. deutsche Fußball-Liga will Clubchef Dietmar Beiersdorfer die Saison mit Peter Knäbel als Coach durchziehen.

"Ja, das schließe ich aus", antwortete der HSV-Vorstandsvorsitzende am Sonntag auf bohrende Fragen nach einem erneuten Wechsel auf der Trainerbank. "Wir müssen jetzt zusammenrücken und uns sammeln. Es sind ja noch 18 Punkte zu vergeben", meinte Beiersdorfer nach dem 0:2 gegen den VfL Wolfsburg.

Der HSV ist seit acht Partien sieglos und seit 495 Minuten ohne Torerfolg. Nichts ist besser geworden unter dem mit großen Hoffnungen und als Heilsbringer zurückgeholten Ex-Profi und -Sportchef Beiersdorfer, der von 2009 bis 2011 als Fußball-Chef von Red Bull gearbeitet hatte. Nach Mirko Slomka und Josef Zinnbauer ist Knäbel bereits der dritte HSV-Coach in dieser missratenen Saison. Seine Bilanz aus zwei Spielen: null Punkte und 0:6 Tore.

Doch damit nicht genug: Am Sonntag wurde bekannt, das die Schweizer Nationalspieler Valon Behrami und Johan Djourou in der Halbzeitpause bei einer handfesten Schlägerei aneinandergeraten sind. Der HSV habe eine "emotionale Auseinandersetzung" bestätigt, die Beteiligten seien mit einer Geldstrafe belegt worden. Abwehrchef Djourou sah zudem wegen Kritik die Gelb-Rote Karte und fehlt dem HSV am kommenden Sonntag bei Werder Bremen.

Fans flüchten in Scharen
Entsetzt über den erneuten Absturz flüchteten die Fans in Scharen schon vor dem Abpfiff aus dem Volkspark. Knäbel schlug nach dem deprimierenden Auftritt fassungslos die Hände vors Gesicht. Gelähmt vor Angst taumelt das Gründungsmitglied der Liga dem ersten Abstieg nach 52 Jahren entgegen.

Doch ans Aufgeben denkt Knäbel, derzeit Sportdirektor und Coach in Personalunion, nicht. Für seinen Mut, sich in der Krise auf die Bank zu setzen, erntet der Platzhalter für Wunschkandidat Thomas Tuchel nur harsche Kritik. Trotz aller Dementis scheinen die Hanseaten auch im Falle eines Abstiegs auf das Ja-Wort des Ex-Mainzers zu bauen. Individuelle Fehler leiten Woche für Woche die Niederlagen des HSV ein. Diesmal war es ein grober Patzer des Brasilianers Cleber, der ähnlich naiv daherkam wie in der Vorwoche Djourous Fehlpass beim 0:4 in Leverkusen. "Das war überflüssig und dämlich. Eine Situation, die man beherrschen muss", schimpfte Knäbel.

"Leblos. Kein Mut."
Heiko Westermann wählte deutliche Worte für die katastrophalen zweiten 45 Minuten: "Leblos. Kein Mut, keine Aggression, keine Wut. Das hatte nichts mit Fußball zu tun. Wir hatten keine einzige Torchance." Ivica Olic, für dessen Einsatz der HSV 100.000 Euro an Wolfsburg überweisen muss, meinte: "Es könnte sogar Cristiano Ronaldo kommen. Der würde uns momentan nicht helfen."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker
Sieg gegen die Schweiz
Schweden erobert WM-Titel im Penaltyschießen
Eishockey
Serie A
Inter holt letztes Champions-League-Ticket
Fußball International
Primera Division
Barcelona besiegt Sociedad bei Iniesta-Abschied
Fußball International
Nachwuchs-Fußball
Niederlande holt U17-EM-Titel im Elfmeterschießen
Fußball International
Innenverteidiger
Maresic verlängert bis 2020 bei Sturm Graz
Fußball National
Spieler der Saison
Valon Berisha versteht Zulj-Wahl nicht
Fußball National
Achter Masters-Triumph
Nadal nach Sieg in Rom wieder Nummer eins
Tennis
Große Meisterparty
Teller für Salzburg! Rose feiert mit Liegestützen
Fußball National
1:0 gegen Mattersburg
Salzburg knackt mit Last-Minute-Sieg Punkterekord
Fußball National

Für den Newsletter anmelden