Do, 23. November 2017

Brandstetter dabei

11.04.2015 17:00

UNO sucht Strategien gegen globale Kriminalität

Ausgerechnet im superreichen islamischen Erdgas-Emirat Katar beginnt am Sonntag eine große UNO-Konferenz über globale Kriminalitätsprävention und Korruptionsbekämpfung mit hochrangigen Politikerdelegationen aus der ganzen Welt. "Man muss das Gespräch dort suchen, wo sich die Gelegenheit dazu bietet", begründet Justizminister Wolfgang Brandstetter seine Teilnahme an dem Super-Gipfel.

Brandstetter, der erst Ende März mit Regierungsvertretern in China das Thema Menschenrechte diskutiert hatte, will auch in Katar über die Einhaltung grundlegender Grund- und Freiheitsrechte reden. Das wäre gerade in dieser Region von besonderer Bedeutung, meint der Justizminister.

Brandstetter hatte bereits bei der Debatte um die von der SPÖ geforderte Schließung des umstrittenen Abdullah-Zentrums in Wien eine vorsichtigere Haltung bezogen. "Es ist immer gut, wenn es Möglichkeiten für den Dialog gibt", sagt Brandstetter.

Verdacht der Finanzierung islamischer Terroristen
Bei der Konferenz in Katar wolle er vor allem Informationen einholen, welche Strategie Europa bei der immer wichtiger werdenden Frage des internationalen Terrorismus wählen müsse. Da geht es insbesondere um den IS-Terror beziehungsweise den Dschihadismus. Der Golfstaat war in den vergangenen Monaten immer wieder Zielscheibe heftiger Kritik, weil reiche Bürger Katars (100.000 Dollar Pro-Kopf-Einkommen) unter Verdacht stehen, islamische Terroristen finanziell zu unterstützen.

Offizielles Thema der Konferenz, die von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon eröffnet wird, ist allerdings die Bekämpfung von organisierter Kriminalität, Menschen-, Drogen und Waffenhandel sowie dem Schlepperunwesen.

Grenzen für Kriminelle kein Hindernis mehr
Der zuständige UNO-Direktor Juri Fedotov sagte dazu vor dem Gipfel, dass man in den vergangenen Jahren durchaus einige Erfolge erzielt hätte. Allerdings wären durch löchrige Grenzen und die Kommunikationsmöglichkeiten die Methoden in der Kriminalität immer ausgeklügelter geworden. "Nationale Grenzen können Kriminelle nicht mehr stoppen", sagt Fedotov, der deshalb auf eine verstärkte internationale Zusammenarbeit drängt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Für den Newsletter anmelden