Fr, 24. November 2017

Bessere Kooperation

10.04.2015 14:36

„Rettung kennt keine Grenzen“

Das Wohl der Patienten steht für Notärzte, Spitäler und Rettungsleitstellen an oberster Stelle: Nach dem Tod eines jungen Patienten – die "Krone" berichtete – sollen Irrfahrten von Krankenhaus zu Krankenhaus zukünftig effizienter vermieden werden. Experten aus Wien und Niederösterreich arbeiten nun an der Optimierung.

"Es macht keinen Unterschied, ob ein Notfallpatient aus Wien oder Niederösterreich kommt. Es werden alle gleich behandelt", machten die Verantwortlichen beider Bundesländer klar. Trauriger Anlass für diese Feststellung: der Fall jenes 25-Jährigen aus Korneuburg, der trotz Atemnot und Brustschmerzen in zwei Spitälern der Bundeshauptstadt abgewiesen wurde. Die Irrfahrt der Rettung endete erst im Krankenhaus St. Pölten, wo der Mann an den Folgen einer Herzmuskelentzündung verstarb. Hinterbliebene und auch die Patientenanwaltschaft fragen seither: "Hätte er bei schnellerer Hilfe eine Chance gehabt?"

Eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Notrufzentralen in Wien und Niederösterreich soll nun jedenfalls helfen, lebensbedrohliche Akutfälle schneller und effizienter aufnehmen zu können. Dazu wird es künftig eine Konferenzschaltung zwischen der blau-gelben Rettungsleitstelle 144 und dem Wiener Notruf geben. "Ist in unseren Spitälern kein Platz frei, werden die Kollegen in Wien bald automatisch informiert", erklärt VP-Landesvize Wolfgang Sobotka.

Er brachte das Projekt mit Experten beider Bundesländer auf Schiene: "Bis zum Jahresende wollen wir bereits die erste Testphase abschließen."

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