Mo, 20. November 2017

Ferrari optimistisch

09.04.2015 15:23

Vettel will Mercedes auch beim China-GP ärgern

Bestens gelaunt blickt Malaysia-Triumphator Sebastian Vettel dem Formel-1-Grand-Prix von China am Sonntag (Start um 8 Uhr MESZ) entgegen. Seine Zielstrebigkeit sollen die Mercedes-Rivalen erneut zu spüren bekommen. Der Deutsche will das Weltmeisterteam nach seinem Premierensieg für Ferrari auch im Reich der Mitte wieder ärgern. "Wir wollen uns idealerweise die gesamte Saison als das Team hinter Mercedes etablieren. Wenn wir das schaffen, wollen wir die Lücke zu Mercedes schließen", sagte Vettel am Donnerstag im Vorfeld des dritten WM-Laufs der Saison.

Der 27-Jährige will sich von seinem Sieg in Malaysia vor knapp zwei Wochen aber nicht blenden lassen. "Am Anfang einer Saison kann es rauf- und runtergehen. Wir wollen sicherstellen, dass wir ziemlich viele Hochs und nicht so viele Tiefs haben", beteuerte Vettel. "Es ist schön, dass Euphorie herrscht. Für die nächsten Rennen muss man aber auf die Euphorie-Bremse treten. Man darf nicht übermütig werden. Wir sind realistisch darüber, wo wir stehen."

Vettel: "In Malaysia sind Umstände zusammengekommen"
Zwei Siege hat Vettels Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene als Ziel für diese Saison ausgegeben. Vettel hätte große Lust, dieses Soll schon am Sonntag zu erfüllen. Letztmals gelangen der Scuderia im Herbst 2010 in Italien und Singapur zwei Erfolge in Serie - eingefahren von Vettels Vorgänger Fernando Alonso. "In Malaysia sind einige Umstände zusammengekommen", relativierte Vettel und sprach damit Faktoren wie Hitze und die clevere Reifenstrategie an.

Hamilton: "Wir werden besser sein"
2007 als Formel-1-Neuling (Toro Rosso) in China als Vierter erstmals in den Punkterängen, 2009 der erste Sieg für Red Bull - weitere Glanzlichter Vettels sollen nach dem Willen von Weltmeister Lewis Hamilton und Nico Rosberg aber nicht dazukommen. Der Brite begrüßte ausdrücklich den gesteigerten Wettbewerb durch die Scuderia. Für den 30-Jährigen steht nach seinem zweiten Platz in Malaysia jedoch für den Grand Prix in der asiatischen Metropole fest: "Wir werden besser sein."

Rosberg: "Die Strecke wird uns viel besser liegen"
Auch sein deutscher Teamkollege Rosberg versicherte: "Die Strecke wird uns viel besser liegen. Ich bin mir sicher, wir werden das Rennen unter uns ausmachen." Rosberg verfolgt das wiedererstarkte Ferrari-Team mit gemischten Gefühlen. "Vettel kann eine Hilfe sein", räumte er mit Blick darauf ein, dass sein Landsmann seinem Mercedes-Teamkollegen wichtige Punkte abnehmen könne. In Malaysia sei Vettel als Sieger jedoch "mehr als eine Gefahr" gewesen. "Das geht dann voll nach hinten los", sagte der Sepang-Dritte. Die Perspektive könne sich daher wandeln: "Sollte er weiter siegen, wird das zu einem Problem."

Vettel könnte an Siegen mit Senna gleichziehen
Vettel fühlt sich in dieser Rolle wohl. Dass er am Sonntag mit Brasiliens F1-Legende Ayrton Senna nach Siegen gleichziehen könnte, war ihm angeblich gar nicht bewusst. "Ich kenne Michaels Zahl, die ist aber irre", sagte Vettel mit Blick auf Michael Schumachers beeindruckende 91 Grand-Prix-Siege. Nummer 41 klingt in seinen Ohren natürlich verlockend. "Das wäre etwas Besonderes. Es hat schließlich eine ganze Weile gedauert, die Nummer 40 zu schaffen. Ich hoffe, die nächste ist nicht so weit entfernt. Aber es würde sicher jedem Fahrer viel bedeuten", sagte Vettel.

Ricciardo: "Erwartungen sind hier jetzt höher"
Noch größeren Aufholbedarf hat Red Bull Racing, nachdem es zuletzt in Sepang nur für die Ränge neun und zehn hinter dem Schwester-Team von Toro Rosso gereicht hatte. "Wir wollen einen großen Schritt vorwärts machen", kündigte der Russe Daniil Kwjat an. Und auch sein Teamkollege Daniel Ricciardo hofft auf eine Steigerung. "Die ersten beiden Rennwochenenden waren ein bisschen verzwickt für uns, deshalb sind unsere Erwartungen hier jetzt höher", betonte der Australier, der im Vorjahr als einziger die Mercedes-Dominanz hatte durchbrechen können.

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