Mi, 13. Dezember 2017

Europark-Erweiterung

08.04.2015 21:05

Haslauer im Gespräch, Grüne schalten auf hart!

Eine Studie aus Ried im Innkreis sagt dem Salzburger "Europark" die "Vernichtung von Arbeitsplätzen" voraus. Die Umwandlung von Lagerräumen in Verkaufsflächen steht weiterhin auf der Kippe.

Wilfried Haslauer suchte Mittwochabend das Gespräch und traf mit dem SPAR-Vorstand Gerhard Drexel und Manager Marcus Wild im Chiemseehof zusammen. Die Grünen schalteten auf hart und präsentierten auf facebook neuerlich eine Studie, wonach der Ausbau des Salzburger "Europarks" 667 Jobs vernichte. Die "Krone" heftete sich auf die Spuren jener Firma, die diese Horror-Zahlen erhoben hatte: Es ist CIMA aus Ried im Innviertel, ein Institut, das sich auf die Beratung von Stadtmarketing, Kommunen und Politikern spezialisiert hat. Sie geriet ins Visier, weil ihr Methoden vorgeworfen wurden, die wissenschaftlich nicht haltbar seien.

Shopping-Zentrum ausgerechnet in Ried
Ausgerechnet am Sitz der Firma in der Stadt Ried eröffnet im Sommer ein neues Einkaufszentrum des Spar-Konzerns, die "Weberzeile." Dazu gibt es eine klare Aussage des Leiters des Arbeitsmarktservice von Ried, Klaus Jagereder: "In dem Einkaufszentrum werden 500 neue Jobs entstehen, darunter viele Teilzeitjobs. Wir rechnen mit doppelt so viel Bewerbungen. Potenzial ist vorhanden, denn viele Frauen sind zu Hause und würden gerne arbeiten gehen. Mitarbeiter von bestehenden Firmen werden eher nicht wechseln." Hochstimmung über Jobs und Bau im InnviertelHochstimmung also im benachbarten Innviertel, doch für den Salzburger Europark sieht CIMA überraschenderweise ganz andere Entwicklungen und malt ein düsteres Horror-Szenario an die Wand jener zukünftigen Verkaufsflächen, die bisher als Lagerräume genutzt wurden: Insgesamt 667 Arbeitsplätze würden durch den Ausbau der Verkaufsfläche in Taxham um 11.500 Quadratmeter verloren gehen. Denn geht es nach der Studie müsste das Plus von 300 Arbeitsplätzen – die durch die Erweiterung entstehen könnten – gegengerechnet werden. Somit bliebe unter dem Strich ein Minus von 367 Beschäftigungen.

486 der mehr als 600 verlorenen Arbeitsplätze würden laut Studie im Bundesland Salzburg verloren gehen. Besonders stark betroffen wäre die Stadt mit 201 Arbeitsplätzen weniger. Im Flachgau würden 215 Kräfte ihre Arbeit verlieren. Auch der Tennengau ist mit einem Minus von 52 Beschäftigungen betroffen. Ebenfalls Nachteile durch die Erweiterung der Verkaufsfläche errechnet CIMA für Angestellte im Berchtesgadener Land und dem angrenzenden Oberösterreich – hier sollte es künftig 199 Arbeitsplätze weniger geben. Die Arbeitslosigkeit in Salzburg ist ja besonders stark gestiegen. Die positive Zusage einer Standortverordnung wäre gefährdet, würde die Studie anerkannt werden. "Sollte es in den kommenden Wochen keine Zusage geben, kann der Europark auch nicht in Berufung gehen", heißt es aus dem Büro von Dr. Astrid Rössler. Denn der übliche Rechtsweg sei hier ausgeschlossen. Lediglich weitere Gespräche zum Thema wären demnach möglich.

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