Di, 22. Mai 2018

Scharfes Urteil

08.04.2015 19:20

Kärntner Finanzbeamter als Steuersünder

Einst war er einer der schärfsten Prüfer des Kärntner Finanzamtes – jetzt hat es den 61-jährigen Steuerexperten selbst erwischt: Er wurde am Landesgericht Klagenfurt wegen Steuerhinterziehung zu 400.000 Euro Strafe verurteilt. Kann er das nicht bezahlen, müsste er sogar noch hinter Gitter. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Hintergründe des Prozesses sind doppelt pikant: Nicht nur, dass der Angeklagte bis zu seiner Karenzierung 2009 einer der bekanntesten Finanzbeamten des Landes war, trat mit einem Industriellen und Milliardär auch ein illustrer Zeuge in dem Finanzstrafverfahren auf.

Der einstige Top-Steuerexperte hatte für eine von dessen Stiftungen gearbeitet – im Zuge dieser Tätigkeit soll es dann zu der Steuerhinterziehung gekommen sein. Die eine beträchtliche Summe ausmacht: „Nach dem Schuldspruch hat der Angeklagte versucht, eine Verkürzung der Einkommenssteuer in Höhe von 680.000 Euro zu bewirken“, wie das Landesgericht auf Anfrage mitteilt.

Dafür wurde er von Richterin Kornelia Philipp zu einer Strafe von 400.000 Euro – im Uneinbringlichkeitsfall müsste er ein Jahr hinter Gitter! – verurteilt. Sowohl der 61-Jährige als auch die Staatsanwaltschaft haben gegen das Urteil Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet. Damit muss dann das Oberlandesgericht Graz die Entscheidung fällen.

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