Fr, 15. Dezember 2017

Auf Sprengstoff

02.04.2015 09:39

Flughäfen scannen jetzt auch Hund, Katz' & Co.

Obwohl der neue Scanner am 1. April in Betrieb genommen wurde, ist er alles andere als ein Aprilscherz: Bereits seit Anfang März müssen Tiere, die mit in den Urlaub fliegen, gescannt werden. Der Grund: Sie könnten zur lebenden Bombe werden! Ein neuer Körperscanner für Tiere soll die Vierbeiner gründlich kontrollieren.

Wer mit dem Flugzeug verreist, will vor allem eines – sicher ans Ziel kommen. Dafür werden neben dem Handgepäck nun auch die mitgebrachten Haustiere gescannt. Das schreibt eine neue EU-Verordnung vor. Der Salzburger Flughafen nimmt diese Vorschrift ernst und investiert 5.000 Euro in mehr Sicherheit. Und das, obwohl in Salzburg nur ein Haustier täglich mit in den Flieger steigt.

Andere Länder tasten Tiere nur ab
"Die Hunde und Katzen werden bei uns durch einen eigenen Bogen geleitet. Dieser ist viel intensiver eingestellt als der für Menschen", erklärt Flughafen-Sicherheitschef Michael Günther. Immerhin sollen damit auch die in die Vierbeiner implantierten Sprengkörper gefunden werden. Salzburg ist mit dem neuen Tier-Scanner absoluter Vorreiter: Obwohl das neue Gesetz eine zusätzliche Kontrolle der Tiere vorschreibt, halten sich lediglich österreichische Airports an die Anordnung. In allen weiteren Ländern dürfen die Vierbeiner weiterhin ohne Zusatzkontrolle mitfliegen. "Die Tiere werden dann einfach nur abgetastet. Wirklich sicher ist diese Methode allerdings nicht", sagt der Sicherheits-Chef.

Tierärztin: Scan schadet Vierbeinern nicht
Gefährlich sei der Scan für die Tiere aber nicht, denn die Strahlung sei lediglich ein Zehntel so stark wie jene eines Röntgengerätes. Das bestätigt auch Tierärztin Anja Hofbauer: "Tiere haben ja keine Herzschrittmacher. Sie können also ohne Probleme kontrolliert werden." Vielflieger sollten aber aufpassen. "Ein täglicher Scan könnte dem Tier natürlich schaden", sagt Günther.

Mit in die Kabine dürfen weiterhin nur Hunde unter fünf Kilo und Katzen. Nagetiere und große Hunde werden auch weiterhin im Laderaum untergebracht. Urlauber, die ihre Tiere mit im Gepäck haben, sollten sich künftig aber auf längere Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle einstellen, denn der Scan der Vierbeiner dauert bis zu drei Minuten länger als jener von Herrchen und Frauchen.

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