Sa, 26. Mai 2018

Brief an FIFA

02.04.2015 09:23

US-Senatoren wollen Russland WM wegnehmen

Nicht nur die Fußball-WM 2022 in Katar sorgt für Aufregung. Bereits die nächste WM 2018 in Russland gibt Anlass für politische Diskussionen. 13 US-Senatoren fordern die FIFA auf, Russland die WM 2018 wegzunehmen.

Der Fußball-Weltverband hat Post erhalten, mit äußerst brisantem Inhalt. 13 US-Senatoren wandten sich in einem Brief an die FIFA und Präsident Sepp Blatter und forderten, dass den Russen die Austragung der WM 2018 entzogen wird. Grund dafür ist die Ukraine-Krise und die Haltung des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Bei den Unterschriften finden sich prominente Namen wie Ex-Präsidentschaftskandidat John McCain oder der Demokrat Robert Menendez. Die Senatoren plädieren für einen ausserordentlichen FIFA-Kongress und eine neue Vergabe der WM 2018.

"Verbessert Prestige des Putin-Regimes"
"Russland zu erlauben, die Weltmeisterschaft auszurichten, verbessert das Prestige des Putin-Regimes auf unangemessene Weise, wenn es geächtet werden sollte, und bietet wirtschaftliche Erleichterung, während ein Großteil der internationalen Gemeinschaft ökonomische Sanktionen verhängt", hieß es in dem Brief.

Blatter und Co. weisen die Vorwürfe zurück. "Die Geschichte beweist, dass Konfrontation, Isolation und Boykotte von Sportanlässen keine Probleme lösen. Dagegen kann eine WM den Dialog zwischen Menschen und Regierungen fördern", wurde eine FIFA-Sprecherin zitiert. Die USA waren als Favorit für die WM 2022 an Katar gescheitert. Für 2026 plant der US-Verband eine erneute Kandidatur.

Blatter: "WM wird in Russland stattfinden"
Auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte im März einen WM-Boykott gefordert. Die FIFA hatte dies abgelehnt. Blatter hatte nach der jüngsten Sitzung des Exekutivkomitees des Weltverbandes gesagt: "Die WM wird 2018 in Russland stattfinden. Sie arbeiten an den Problemen. Ein Boykott hat noch nie zu etwas geführt." Russland hatte die Gastgeberrolle 2010 zugesprochen bekommen. Bis heute stehen Vorwürfe wegen angeblicher Korruption bei der WM-Vergabe im Raum.

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