Di, 17. Oktober 2017

In Häusern geduscht

02.04.2015 07:31

Dreiste Bettlerbande verübte zahlreiche Einbrüche

Einer besonders dreisten Bettlerbande ist die Polizei in Salzburg auf die Schliche gekommen: Die fünf Rumänen finanzierten sich ihren Lebensunterhalt nebenbei mit Einbrüchen, Trick- und Autodiebstählen. Während die Hausbesitzer schliefen, stellten sich die Einbrecher sogar unter die Dusche.

Ins Rollen kamen die Ermittlungen im Dezember nach einem Einbruch in ein Haus in Salzburg. Die Bande hatte dort einen Mercedes gestohlen. Dieser konnte später in Ungarn geortet werden, dabei ging ein 22-jähriger Rumäne ins Netz. Nun wurden auch seine Komplizen, eine Frau (29), zwei Landsmänner im Alter von 21 und 40 Jahren sowie ein in Salzburg lebender Rumäne (37) - der Kopf der Bande -, ausgeforscht.

Mit Wasser-Trick in Häuser geschlichen
Die Gruppe ging tagsüber betteln und spionierte dabei Häuser aus, in denen ältere Menschen leben. Mit einem Trick verschafften sie sich später Zutritt zu den Objekten. Die Frau fragte dabei an der Haustür, ob man ihr eine Flasche mit Wasser befüllen könne. Während die Opfer das Wasser holten, schlich sich ein Komplize hinein und suchte nach Wertsachen.

In anderen Fällen passten die Bettler Menschen beim Einkaufen ab und folgten ihnen nach Hause. Tage später brachen sie dann in die Heime ein. Und die Bande ging besonders dreist vor: Während die Opfer in ihren Betten schlummerten, duschten sich die Einbrecher ausgiebig im Badezimmer. Die 29-Jährige bot zudem gleich mehrmals Männern an, sie zu Hause zu massieren. Während der Massage sah sich ein weiteres Bandenmitglied im Haus um und stahl Schmuck und Bargeld.

Bande soll für mehr als 80 Einbrüche verantwortlich sein
Der 22-Jährige und der Bandenkopf sitzen nun in Salzburg ein, der 21-Jährige in Wien. Die Frau und der 40-Jährige dürften in Rumänien untergetaucht sein. Bei 20 Coups erbeuteten die Rumänen nachweislich Waren um mindestens 130.000 Euro. Die Gesamtschadenssumme dürfte aber noch viel höher sein, da die Bande von Jänner bis Dezember 2014 für mehr als 80 Einbrüche in ganz Österreich verantwortlich sein soll.

Außerdem stahlen die Rumänen mehrere Autos. Diese wurden nach Ungarn zu einem Anwesen des Haupttäters gebracht und weiterverkauft. In der Wohnung des Bandenkopfes in Salzburg konnten noch mehrere Tausend Euro in zwölf verschiedenen Währungen, ein Auto, ein Navi und ein Handy sichergestellt werden.

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