Di, 24. Oktober 2017

1013 FF-Einsätze

01.04.2015 16:32

„Niklas“ zog Spur der Verwüstung durch OÖ

Das Schlimmste ist überstanden: Der orkanartige Sturm "Niklas" zieht seit Dienstag Nachmittag eine Spur der Verwüstung durch das ganze Land und forderte einen Toten und mehrere Verletzte. 8190 Feuerwehrleute absolvierten 1013 Einsätze, alle 21 Sekunden ging in der Zentrale ein Alarm ein. "Niklas" tobt sich bis heute weiter aus, richtete aber keine weiteren Schäden an.

In Oberösterreich erreichte "Niklas" bundesweit die höchsten Spitzen, hatte in Enns und Waizenkirchen mit 122 km/h sogar im Flachland Orkanstärke. Am Feuerkogel wurden ja sogar 162 km/h gemessen. In Mauthausen war bekanntlich auch ein Todesopfer zu beklagen: Der 62-jährige Pensionist Ludwig R. wollte die Terrassenabdeckung sichern, wurde samt Leiter umgeweht und starb. Bei Verkehrsunfällen wurden vier Menschen verletzt, am schwersten der Lenker eines Kleinbusses in Mining: Der 45-jährige Mann konnte in seinem Heimatort nicht mehr vor einem Baum bremsen, der auf der Fahrbahn lag. Der Stamm bohrte sich in die Fahrzeugfront, der Lenker kam schwer verletzt ins Braunauer Spital. Einen schweren Schock erlitt eine 44-jährige Autofahrerin in Pennewang, als in einem Waldstück ein 25 Meter hoher und 60 Zentimeter dicker Baum aufs Dach des Wagens krachte. Die Frau wurde eingeklemmt, musste aber nur vorsorglich ins Welser Krankenhaus.

Sturm blies sogar Lastwagen um
Sogar Lastwagen wurden vom Sturm verblasen: in Hargelsberg und in Mauthausen neben die Fahrbahn, in Bad Leonfelden sogar ins Flussbett der Großen Rodl. Diese Lenker kamen mit dem Schrecken davon. In Bad Ischl trug der Sturm sogar ein ganzes Hausdach davon, die Bewohnerin bemerkte das jedoch erst Mittwoch früh. Die Feuerwehr sorgte für provisorische Abdeckungen. Ostereiersuche könnte im Schnee stattfinden "Niklas" erreichte gestern, Mittwoch, in Reichersberg noch 96 km/h, heute werden es nur noch höchstens 60 sein. Dafür müssen wir jede Nacht und auch morgens mit Schnee rechnen, am Mittwoch präsentierte sich ja sogar Linz weiß. ZAMG-Meteorologe Alexander Ohms: "So bleibt es bis Mitte nächster Woche. Der relativ schönste und trockenste Tag wird der Karfreitag, dann geht’s wechselhaft weiter." Das heißt, der April beginnt ganz typisch: Wolken und Sonne wechseln mit Niederschlägen - auch Schnee - ab. Mehr als 8 Grad sind nirgends drin.

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