Di, 22. Mai 2018

Dank Tourismus

01.04.2015 15:55

Tirol: Arbeitslosigkeit erstmals wieder rückläufig

Bei einem prognostizierten Stand von 320.000 unselbständig Beschäftigten (ein Plus von 5000 Personen im Vorjahresvergleich) und 22.547 vorgemerkten Arbeitslosen betrug die Arbeitslosenquote im März in Tirol 6,6%. Im März 2014 betrug sie 6,8%.

"Der günstige Ostertermin 2015 hat für eine kurzfristige Beruhigung am Tiroler Arbeitsmarkt gesorgt. Tirol hat als einziges Bundesland im März 2015 bei der Gesamtarbeitslosigkeit einen Rückgang zu verzeichnen, dieser ist in erster Linie auf den Abschnitt Beherbergung und Gastronomie mit einem Minus von 1306 Personen oder -20,2 % zurückzuführen. Diesen Tourismuseffekt gab es aufgrund eines ungünstigen Ostertermins im Vorjahr nicht, weshalb von Entwarnung keine Rede ist. Immerhin können jedoch die weiteren Eckdaten am Arbeitsmarkt als einigermaßen stabil beschrieben werden. Die Arbeitslosigkeit liegt nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau, die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen ist gegenüber dem Vorjahr unverändert, der Stellenmarkt zeigt keine größeren Schwankungen, leider begleiten uns auch die bekannten Herausforderungen Langzeitarbeitslosigkeit und Geringqualifikation hartnäckig. Lichtblick nach wie vor ist der Lehrstellenmarkt. Hier gibt es im touristischen Umfeld, aber auch in allen anderen Berufssparten für Jugendliche Chancen wie seit langem nicht", fasst AMS-Tirol-Chef Anton Kern die Daten für den Tiroler Arbeitsmarkt zusammen.

Einziges Bundesland mit Arbeitslosen-Minus

"Damit ist Tirol österreichweit das einzige Bundesland mit rückläufigen Arbeitslosenzahlen", freut sich der Tiroler Arbeitslandesrat nach einigen Monaten mit steigenden Arbeitslosenzahlen über diese erfreuliche Entwicklung. Doch jeder Arbeitslose sei einer zu viel! LR Tratter: "Das Land Tirol ist trotz dieses Aufwärtstrends daher auch weiterhin bestrebt, gemeinsam mit den arbeitsmarktpolitischen Partnern intensiv für die Betroffenen zu arbeiten." Neben der Fachkräfteoffensive der Tiroler Landesregierung oder Maßnahmen in der Arbeitsmarktförderung erkennt LR Tratter insbesondere in der Fachabschlussbeihilfe ein adäquates Mittel, um arbeitslose Menschen möglichst rasch wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Größter Rückgang im Bezirk Reutte

Nach Regionen betrachtet kommt es in Innsbruck mit +8,1 % oder +723 Personen und Imst (+4,3 % oder +63 Personen) zu Zuwächsen. In den anderen Bezirken ist die Arbeitslosigkeit im März rückläufig: In Reutte um 22,8 % oder -241, gefolgt von Kitzbühel (-17,2 % oder -395), Landeck (-14,3 % oder -203), Lienz (-5,0 % oder -116), Schwaz (-2,5 % oder -53) und Kufstein (-0,6 % oder -18).

Tourismus rettet die Tiroler

Die größten Zuwächse nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet gab es im Bau mit einem Zuwachs von 532 Personen oder 17,4%. Es folgt der Abschnitt Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit einem Plus von 193 Personen oder +8,9 % – davon entfallen +75 Personen (was einem Plus von 7,2 % entspricht) auf die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften. Der Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen wächst um 100 oder +3,3 % - davon entfallen +67 Personen (was einem Plus von 3,3 % entspricht) auf den Einzelhandel und +17 Personen (+2,2 %) auf den Großhandel. Rückgänge sind vor allem in den Abschnitten Beherbergung und Gastronomie mit -1306 oder -20,2 % und Erziehung/Unterricht mit -225 oder -35,1 % feststellbar.

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