Di, 22. Mai 2018

Neustart in Kürze

01.04.2015 13:35

Kurzschluss an der "Weltmaschine" LHC ist behoben

Der Kurzschluss am weltgrößten Teilchenbeschleuniger bei Genf ist behoben - der geplante Neustart des Large Hadron Collider könnte in den kommenden Tagen erfolgen. Das für den Kurzschluss verantwortliche Metallteil wurde aus dem auch "Weltmaschine" genannten Beschleuniger entfernt, wie das europäische Atomforschungszentrum CERN in Genf mitteilte.

Jetzt stehen noch weitere Tests zur Vorbereitung des Neustarts bevor, der nach dem am 21. März aufgetretenen Kurzschluss verschoben worden war. Schon bald sei der Large Hadron Collider (LHC) wieder bereit für Protonen-Kollisionen – vermutlich schon "in ein paar Tagen". Teilchenkollisionen würden jedoch nicht vor Mai beginnen, hieß es.

In dem 27 Kilometer langen Ringtunnel des LHC (Großer Hadronen-Speicherring) lassen die Wissenschaftler Protonen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit aufeinanderprallen. Bei diesen Kollisionen hoffen die Forscher auf Spuren neu entstandener Teilchen. Auf diese Weise war vor drei Jahren am LHC das zuvor nur hypothetisch bekannte Higgs-Boson nachgewiesen worden, das anderen Teilchen deren Masse verleiht.

LHC wurde zwei Jahre lang modernisiert
Der unterirdische Teilchenbeschleuniger war im Februar 2013 nach dreijährigem Betrieb heruntergefahren und anschließend modernisiert worden. Nach dem Neustart sollen in dem Teilchenbeschleuniger Protonen mit fast doppelt so hoher Energie kollidieren wie in der ersten LHC-Betriebsphase.

Forscher erhoffen sich von den Experimenten unter anderem Aufschluss über die Natur der rätselhaften Dunklen Materie. Diese stellt 96 Prozent aller Materie im Universum dar und konnte bisher nur indirekt durch ihre Wirkung auf sichtbare Objekte wie Galaxien nachgewiesen werden.

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