Di, 17. Oktober 2017

Abflug zu SunExpress

31.03.2015 14:20

AUA braucht neuen Chef: Jaan Albrecht geht

Die AUA braucht einen neuen Chef. Jaan Albrecht, der im November 2011 an die AUA-Spitze gekommen war, legt seinen Chefposten zurück - und das schon Ende Mai. Im Lufthansa-Konzern übernimmt er am 1. Juni den Chefsessel in der deutsch-türkischen Airline SunExpress, ein Joint Venture von Lufthansa und Turkish Airlines. Die deutsche Mutter brauche den Manager an einer anderen Stelle dringender, hieß es. Ein Nachfolger für Albrecht wird auf einem AUA-Sonderaufsichtsrat berufen.

AUA-Aufsichtsratschef Harry Hohmeister erklärte, "der Entschluss, Jaan Albrecht zu bitten, eine neue Funktion im Konzern zu übernehmen, ist uns nicht leicht gefallen". Schließlich habe er die Airline aus der Krise in den Turnaround geführt.

Albrecht geht "schweren Herzens"
"Ich sage es, wie es ist: Ich werde Ende Mai schweren Herzens Wien und die Austrian verlassen", erklärte Albrecht in einer Mitteilung. Er gehe aber mit einem guten Gefühl, denn die Austrian befinde sich auf gutem Kurs. Er freue sich gleichzeitig, bei einem grenzüberschreitendem Joint Venture seine Erfahrung noch einmal einbringen zu dürfen, schrieb Albrecht, der heuer 60 Jahre alt geworden ist. Er hatte seine Airline-Karriere in Mexiko begonnen.

AUA-Präsident Hohmeister sieht Albrecht als "idealen CEO der SunExpress", wobei er auf Albrechts gute internationale Kontakte und Erfahrungen auf Top-Positionen in der Branche verwies. Der bisherige SunExpress-Vorstandsvorsitzende Paul Schwaiger verlässt die Firma per Ende Mai. Er wolle dem neuen Vorstandschef Albrecht aber noch bis Mitte Juli zur Seite stehen, hieß es.

AUA dramatischen Sanierungskurs verordnet
Albrecht hatte der AUA im Lufthansa-Auftrag einen dramatischen Sanierungskurs verordnet, der 2012 in eine umstrittene Auslagerung der AUA-Piloten und Flugbegleiter zur billigeren Tochter Tyrolean mündete. Erst vor wenigen Monaten wurde der bis vor den Europäischen Gerichtshof getragene Dienstrechtsstreit mit einem neuen Kollektivvertrag beigelegt. Der Zwangsübergang auf Tyrolean ist de facto rückabgewickelt worden, die davon betroffenen AUA-Bordcrews wurden entschädigt. Mit 1. April tritt nun die Fusion von Tyrolean und Austrian in Kraft.

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