Fr, 24. November 2017

Project Spartan

31.03.2015 10:37

Der Nachfolger des Internet Explorer in Aktion

Der US-Softwaregigant Microsoft hat die erste Testversion seines Internet-Explorer-Nachfolgers mit dem Codenamen Project Spartan veröffentlicht. Der neue Browser ist ab sofort Teil von Windows-10-Testversionen, wie sie von Entwicklern im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Betriebssystems im Sommer erprobt werden. Das Video oben zeigt, was der neue Browser kann.

Microsoft hat zwar bereits viel über Project Spartan verraten, in Aktion hat der Softwarekonzern den Browser bislang aber noch nicht gezeigt. Das wird mit dem Video und der Testversion für Windows 10 nun nachgeholt. Zu den interessantesten Features von Project Spartan zählen die verbesserte Notizfunktion, der Sprachassistent Cortana, generell höhere Geschwindigkeit und neue Sharing-Funktionen.

Spartan kommt mit cooler neuer Notizfunktion
Im Video macht vor allem die neue Notizfunktion einen interessanten Eindruck: Wer mag, kann direkt auf einer Website per Stylus oder Tastatur Notizen einfügen und die kommentierte Website per Knopfdruck teilen – etwa per E-Mail oder über soziale Netzwerke. Auch in Microsofts Cloud-Speicherdienst OneDrive und das Notiz-Tool OneNote können kommentierte Websites gespeichert werden.

In der Testversion für Windows 10 ist einem Bericht des IT-Portals "The Verge" auch bereits der Sprachassistent Cortana an Bord – allerdings nur englischsprachig. Kontextsensitive Vorschläge beherrscht das Tool bereits, Zusatzinformationen wie das Wetter oder Börsenkurse kann es ebenfalls abrufen. Ein verbesserter Lese-Modus kann in der Spartan-Testversion probiert werden, die Synchronisierung von Einstellungen über mehrere Geräte hinweg klappt dagegen noch nicht.

Internet Explorer geht nach 20 Jahren in Rente
Microsofts Project Spartan soll die Nachfolge des Internet Explorers antreten, den der US-Softwareriese wegen seines schlechten Rufs nach 20 Dienstjahren kürzlich in Pension geschickt hat. Der Internet Explorer soll in Geschäftskunden-Versionen von Windows 10 zwar noch enthalten sein, damit Unternehmen Intranet-Anwendungen in einem kompatiblen Browser ausführen können, beim Endkunden soll aber Project Spartan künftig die Browser-Rolle übernehmen.

Das im Sommer erscheinende Windows 10 und seine neuen Features wie Project Spartan sind für Microsoft nach einem Bauchfleck mit dem bei den Nutzern eher unpopulären Windows 8 von größter Wichtigkeit. Der Softwareriese muss verlorenes Vertrauen zurückgewinnen und strebt eine möglichst hohe Verbreitung seines nächsten Betriebssystems an – unter anderem mit dem Angebot, Installationen von Windows 7 und Windows 8 kostenlos zu aktualisieren.

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