Mo, 23. Oktober 2017

Asylwesen neu

30.03.2015 15:21

Tiroler Soziale Dienste betreut 2800 Flüchtlinge

Die einst von Peter Logar im Auftrag des Landes vorbildlich aufgebaute Flüchtlingskoordination wird mit 1. April in die Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) ausgelagert. Chef dieser 100-Prozent-Tochter des Landes ist Harald Bachmeier. Er soll für das Flüchtlingswesen in Tirol mit seinen 70 Mitarbeitern geregelte Strukturen aufbauen. Aktuell werden 2800 Menschen betreut.

Wie die zuständige LR Christine Baur (Grüne) gestern erklärte, gab es in der Flüchtlingskoordination einigen strukturelle Mängel. "So waren die Aufgabenbereiche nicht immer klar definiert, die Mitarbeiter hatten teilweise unterschiedliche Arbeitgeber", zeigte Baur auf. Daher entschied sie sich bei ihrem Eintritt in die Landesregierung, die TSD ins Leben zu rufen. Hinzu kam auch noch, dass es vor allen nach Logars Pensionsantritt 2010 zu einem "unkoordinierten Wachsen" in der Flüchtlingskoordination gekommen sei.

Ehemaliger Bezirkschef des Roten Kreuzes
Doch das alles sei Schnee von gestern – jetzt richte sich ihr Blick nach vorne. Mit dem gebürtigen Niederbayer und nun in Kufstein lebenden Harald Bachmeier habe man einen Experten für die TSD gefunden. Er war mehr als zehn Jahre Bezirks-Geschäftsführer des Roten Kreuzes in Kufstein.

Bis Jahresende werden es 3800 Flüchtlinge sein
Aktuell werden in den 72 Objekten 2800 Asylwerber betreut. "Alleine in den letzten vier Monaten kamen 514 Personen nach Tirol. Bis Jahresende rechnen wir damit, dass an die 3800 sein werden", so Bachmeier. In den meisten Orten werden die Flüchtlinge übrigens mit offenen Armen empfangen. "Es gab lediglich in fünf Orten Anfangsschwierigkeiten. Doch diese haben sich auch schon wieder gelegt", zeigt die grüne Landesrätin Baur auf. Einer dieser Orte war Weerberg. "Dort gab es auch nur Probleme, weil sie von außenstehenden – Blauen – in den Ort getragen wurden. Tatsache ist, dass es dort mittlerweile 45 Freiwillige aus der Region gibt, die sich um die in Weerberg untergebrachten Menschen kümmern", betont LR Baur.

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