Do, 19. Oktober 2017

Neues Schock-Video

30.03.2015 14:36

IS-Kindersoldaten führen Geiseln zur Exekution

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat am Sonntag ein weiteres schockierendes Video einer Massenexekution im Internet veröffentlicht. Darin ist zu sehen, wie acht Schiiten in der syrischen Provinz Hama von Dschihadisten geköpft werden. Besonders erschütternd: Das rund sechsminütige Video zeigt, wie bewaffnete Kindersoldaten die Geiseln in orangefarbenen Overalls und mit verbundenen Augen und Händen zu ihrer Hinrichtung führen - und den IS-Henkern dann die Mordwaffen überreichen.

In dem am Wochenende auf extremistischen Seiten geposteten Video führen mehrere Jugendliche die Gefangenen zu einer Gruppe von IS-Kämpfern. Die Kindersoldaten, allesamt mit ernster Miene sowie mit teils absurd groß wirkenden Maschinengewehren bewaffnet, posieren zunächst noch mit den Geiseln für die Kamera. Dann übergibt eines der Kinder - der Bub ist vielleicht noch keine zehn Jahre alt - lächelnd den Dschihadisten die Messer, mit denen die Opfer schließlich geköpft werden. Während die meisten der erwachsenen IS-Kämpfer ihr Gesicht bei der grausamen Propagandaaktion verhüllt haben, lassen die Terroristen die Kindersoldaten unmaskiert in die Kamera blicken.

Schiiten als Vergeltung für Kurden-Angriffe hingerichtet
Die schiitischen Kämpfer seien als Vergeltung für kurdische Raketenangriffe getötet worden, begründet einer der Extremisten in dem Video die Exekution der acht Männer. Die Opfer seien demnach "unreine Ungläubige", so der Dschihadist - eine Bezeichnung, die von sunnitischen Extremisten häufig für Schiiten verwendet wird. Die kurdischen Peschmerga zählen zudem zu den wichtigsten Verbündeten der von den USA geführten Anti-Terror-Allianz, die den IS im Irak und im benachbarten Syrien bekämpft.

In den vergangenen Monaten enthauptete die Terrormiliz Dutzende Gefangene, unter ihnen mehrere westliche Ausländer, aber auch Soldaten aus dem benachbarten Libanon. In diesem Jahr veröffentlichten die Extremisten zudem bereits zwei Videos im Internet, in dem Kinder IS-Gefangene erschießen. Zudem sollen Minderjährige immer wieder von der Terrormiliz gezwungen werden, sich öffentlich Gewaltfilme anzuschauen. Der nun in dem Video dokumentierte Einsatz von Kindersoldaten als "Henkersgehilfen" zeigt indes eine neue bzw. bislang unbekannte Dimension des Missbrauchs von Kindern durch die Dschihadisten.

Rekrutierung von Kindersoldaten zuletzt verstärkt
Der IS hatte zuletzt laut Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte die Rekrutierung von Kindersoldaten verstärkt. Die Terrormiliz habe in Syrien seit Anfang des Jahres rund 400 Kämpfer unter 18 Jahren "angeworben", erklärten die Menschenrechtsbeobachter, die sich bei ihren Angaben auf ein Netz von Aktivisten in Syrien stützen. Die Extremisten hätten demnach mehrere Rekrutierungsbüros eröffnet, um Kinder für ihre sogenannten jungen Löwen anzuwerben. Der IS bildet Minderjährige in speziellen Lagern militärisch aus.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).