So, 17. Dezember 2017

"Krone" fragte nach

30.03.2015 11:06

Gift-Attacken gegen Hunde: Tierhalter sorgen sich

"Was geht in solchen Menschen vor?" – dese bange Frage stellen sich derzeit Tierfreunde im ganzen Land. Denn seit Wochen häufen sich die Meldungen über Gift-Attacken auf Vierbeiner. Erst vor wenigen Tagen musste ein Hund in die Tierklinik, nachdem er in Kottingbrunn im Bezirk Baden verdächtige Köder gefressen hatte.

Besonders im Süden von Wien schlagen die Unbekannten häufig zu. Auch in Himberg warnt die Gemeinde vor gemeinen Fallen: Rasierklingen und Stacheldraht wurden in Fleischstücken gefunden. Der Bürgermeister setzte hier sogar 500 Euro Belohung für sachdienliche Hinweise aus. Auch die Polizei ermittelt – bislang aber ohne Erfolg. Die "Krone" fragte bei Hundebesitzern nach.

Helga Wippel, Fußpflegerin aus Weinzierl, Bezirk Scheibbs: "Mein Hund ist drei Jahre alt, ich bin besorgt. Denn es herrscht ein großer Unmut, wenn andere Halter ihre Tiere frei laufen lassen und Haufen nicht wegräumen."

Franz Doppler, Fachlehrer aus Petzenkirchen, hat keine Angst um seine australische Schäferhündin "Cora": "Ich lasse sie aber trotzdem nicht alleine im Freien laufen, man kann ja nie wissen. Bei uns im Bezirk Melk gab es bisher nur Angriffe auf Katzen."

Christoph Baranek, Familienvater aus Schwarzenbach: "Es ist ungeheuerlich, dass jemand auf diese Art Tiere umbringen will. Bei uns im Ort hat jeder Zweite einen Hund, wir passen gut auf, damit uns nicht auch so etwas passiert. Zum Glück sind wir bisher verschont geblieben."

Silvia Dobner, Angstellte beim Tierschutzverein in Traiskirchen: "Ich lege meinem Hund vor dem Spazierengehen immer einen Maulkorb an und lasse ihn auch nie von der Leine. Wenn man eine Veränderung am Hund bemerkt, sollte man gleich zum Tierarzt!"

Linda Schütz, Musiklehrerin aus Wiener Neustadt: "Es ist schrecklich, dass sich derzeit die Meldungen über vergiftete und angeschossene Tiere so häufen. Viele potentielle Täter würden sich durch härtere Strafen abschrecken lassen!"

Eva Maier, Gemeinderätin aus Mödling: "Mit meinem Hund spaziere ich oft durch unser Stadtzentrum. Aus Angst vor Giftködern lasse ich meinen Liebling dabei jedoch nie von der Leine. Ich habe leider das Gefühl, dass man gegen diese gemeinen Angriffe und Anschläge auf Tiere beinahe machtlos ist. Als Hundehalter muss man also sehr vorsichtig sein und auch Rücksicht auf andere Spaziergänger nehmen, damit es auch erst gar nicht zu diesem Tierhass kommen kann."

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