Mo, 18. Dezember 2017

Weil Plätze fehlen

29.03.2015 18:14

Kriegsflüchtlinge hausen bald in Containern

Die Lage ist nach wie vor angespannt: Weil das Land immer mehr Schwierigkeiten dabei hat, Schlafplätze für Kriegsflüchtlinge zu finden, werden ganze Familien künftig auch in Container-Dörfern untergebracht. Wo diese Quartiere sein werden, hält das Sozialressort von Landesrätin Gertraud Jahn (SPÖ) aber noch geheim.

Laut der aktuellen Quotenstatistik - diese wird jeden Tag neu erstellt - liegt Oberösterreich im Mittelfeld. Bekanntlich werden die Flüchtlinge auf alle Bundesländer aufgeteilt, die meisten werden in Wien und Niederösterreich versorgt. Unser Bundesland erfüllte die Quote in der Vorwoche zu 94 Prozent. Das bedeutet, dass 5300 Flüchtlinge in der Grundversorgung untergebracht werden müssen. Bundesweit sind es 33.456 Menschen.

Nicht mehr als 50 Personen in einem Dorf
Das Problem: Das Sozialressort hat trotz großzügiger Hilfe aus allen Teilen des Landes (bis morgen, Dienstag, soll es 100 neue Plätze geben) immer größere Probleme, neue Quartiere zu finden - und: Flüchtlinge wurden auch in Sommer-Tourismusbetrieben untergebracht, diese Zimmer werden jetzt aber wieder für zahlende Touristen benötigt. Auch wenn man es unbedingt verhindern will, heißt es aus dem Büro von Soziallandesrätin Jahn: "Es sind Planungen für mobile Einheiten im Laufen. Pro Dorf soll es nicht mehr als 50 Plätze geben." In welchen Gemeinden oder Städten Container aufgestellt werden, ist fix. Mit Details hält sich die Landesregierung aber noch zurück.

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