So, 19. November 2017

Landtagswahlen in OÖ

28.03.2015 13:54

Dubai-Arzt Adelsmayr will für NEOS in die Politik

Sein Schicksal bewegte ganz Österreich: Dem Arzt Eugen Adelsmayr drohte in Dubai die Todesstrafe, jetzt zieht es ihn in die Politik. Adelsmayr ist laut einem Medienbericht unter den 36 Bewerbern, die im Herbst für die NEOS in den oberösterreichischen Landtag wollen.

Der Arzt aus Bad Ischl stand von 2011 bis 2012 in Dubai vor Gericht. Adelsmayr drohte die Todesstrafe, weil er - so der Vorwurf gegen ihn - einen Patienten ermordet habe. Trotz mehrerer Gutachten, die das Gegenteil bewiesen, wurde der Mediziner aus Österreich im Oktober 2012 in dem Emirat zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Der Haftstrafe entging der zweifache Vater, weil er bereits wieder in der Heimat war - wegen einem weiteren schweren Schicksalsschlag: Während des Verfahrens in Dubai war seine Frau an Krebs erkrankt und im Jänner 2012 im 57. Lebensjahr verstorben.

Das Urteil erlangte daraufhin keine Rechtskraft, da der Richterspruch in Abwesenheit des Mediziners gefällt wurde. Anfang des Vorjahres wurden schließlich auch die Ermittlungen in Österreich gegen Adelsmayr eingestellt. Die Staatsanwaltschaft fand keine Hinweise darauf, dass der Mediziner für den Tod eines Patienten verantwortlich ist.

Adelsmayr zieht es in den oberösterreichischen Landtag
Nun zieht es den schicksalsgeprüften Arzt in die Politik: Die NEOS starten am Samstag in Oberösterreich mit dem Auswahlverfahren der Kandidaten für die Landtags- und die Linzer Gemeinderatswahl. Wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" berichteten, ist unter den Bewerbern für die Landtagswahl auch Adelsmayr.

Bei der Mitgliederversammlung am Samstag werden alle Bewerber vorgestellt. Wer akzeptiert wird, kommt in ein dreistufiges Wahlverfahren. Dieses startet am Montag mit einer Online-Wahl, bei der sich alle Bewerber mit einer eigenen Website präsentieren. Jeder, der im Bundesland den Hauptwohnsitz hat, kann sich beteiligen und Punkte vergeben. Dann folgen Punktevergaben der Mitglieder und des Landesvorstands. Daraus werden bis 11. April die endgültigen Listen ermittelt.

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