Mi, 18. Oktober 2017

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28.03.2015 09:08

Russland-Torhüter von Fackel am Kopf getroffen

Die EM-Qualifikationspartie in der Österreich-Gruppe G zwischen Montenegro und Russland ist in Podgorica nach nicht einmal 30 Sekunden unterbrochen worden. Der russische Torhüter Igor Akinfejew wurde von einem Feuerwerkskörper am Hinterkopf getroffen und musste verletzt mit einer Trage vom Platz getragen werden. Im Video oben sehen Sie die Szene, als er getroffen wird und zu Boden geht.

Der deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin beorderte daraufhin beide Teams zurück in die Kabinen. Nach einer knapp 35-minütigen Pause ging es aber weiter. Akinfejew wurde mit der Rettung ins Spital gebracht. Nachdem es im Finish zu Ausschreitungen auf den Tribünen kam und wieder Spieler mit Gegenständen beworfen wurden, wurde die Partie beim Stand von 0:0 endgültig abgebrochen.

Hier im Video sehen Sie den Moment, in dem der Schiedsrichter das Spiel abbricht - anschließend kommt es zu Tumulten unter den Spielern:

Russen vergeben Elfer
Aus sportlicher Sicht waren bis zum Abbruch Highlights Mangelware. Die Russen kontrollierten die Partie, waren mit ihrem Latein aber meistens in Strafraumnähe am Ende. Einzig Aleksander Kokorin konnte sich gefährlich in Szene setzen. Russlands Stürmer traf ins Außennetz (34.) und hatte Pech, dass ein Foul von Marko Simic an ihn im Strafraum ungeahndet blieb (36.). Nach dem Seitenwechsel scheiterte Kokorin auch noch aus guter Position an Poleksic (61.). Der Montenegro-Schlussmann konnte sich fünf Minuten später auch bei einem ungerechtfertigten Schirokow-Elfer auszeichnen.

Es sollte die letzte Aktion im Spiel bleiben. Denn anschließend wurde der russische Teamspieler Dimitri Kombarow von einem Gegenstand getroffen. Dieser meldete den Vorfall dem Referee, was zum sofortigen Abbruch führte. Daraufhin kam es unter den Spielern zu weiteren Tumulten

Akinfejew mit Brandverletzungen im Spital
Akinfejew soll bei der Aktion wenige Sekunden nach Spielbeginn Brandverletzungen erlitten haben, er wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Skandal in Podgorica wird auch ganz sicher ein Nachspiel für Montenegro haben. Es ist gut möglich, dass die UEFA das Spiel nachträglich zugunsten Russlands wertet. In der laufenden EM-Qualifikation wiesen sowohl Russland als auch Montenegro in der Österreich-Gruppe G nach vier Spielen fünf Punkte auf und belegten die Plätze drei und vier.

Der Skandal ist nicht der erste in der laufenden EM-Qualifikation. Im Oktober war das Spiel zwischen Serbien und Albanien abgebrochen worden. Auslöser war eine per Fernsteuerung ins Stadion gelenkte Drohne, an der eine Fahne mit einer Abbildung Großalbaniens befestigt war. Danach kam es zu Ausschreitungen. Die UEFA wertete die Partie nachträglich mit 3:0 für Serbien, zog aber gleichzeitig den Gastgebern diese drei Punkte wieder ab. Beide Verbände wurden außerdem mit einer Geldstrafe von jeweils 100.000 Euro belegt.

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