Sa, 16. Dezember 2017

Fischer-Staatsbesuch

27.03.2015 16:50

Winter-Olympia: China bittet Österreich um Hilfe

Unglaubliche 50 Millionen Euro für den österreichischen Film – nicht aus Österreich, sondern aus China. Auch das ist völkerverbindende Politik. Was die österreichische Filmförderung in Jahren nicht zustande bringt, passiert anlässlich des Staatsbesuches von Bundespräsident Heinz Fischer.

Großes Staatsprotokoll für die österreichische Delegation: Militär, Hymnen und ein herzliches Wiedersehen von Heinz Fischer und Chinas Staatschef Xi Jinping, die einander bereits von einem früheren Treffen in Rom kennen. Bei den folgenden Gesprächen vor und während des chinesischen Staatsbanketts geht es in erster Linie um Wirtschaft, aber Heinz Fischer spricht auch die Menschenrechtslage in China an.

Während es bei Letzterem erwartungsgemäß keine wirkliche Annäherung gibt, läuft es bei der Wirtschaft sehr gut. "An einem einzigen Tag haben wir Verträge für österreichische Firmen in China im Gesamtwert von 120 Million Euro fix gemacht", sagt Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl nicht ohne Stolz.

Chinese finanziert österreichische Filme
Und ein erheblicher Teil davon fließt in ein Kulturprojekt: Ein kinobegeisterter chinesischer Finanzinvestor unterzeichnete einen Rahmenvertrag, laut dem in den kommenden fünf Jahren 50 Millionen Euro in den österreichischen Film fließen sollen. "Ich kann immer noch nicht glauben, dass das geklappt hat", sagt der bekannte Filmproduzent Norbert Blecha zur "Krone".

Blecha: "Von den geplanten Filmen handelt mein liebster von einer chinesischen Skifahrerin. Sie reist ohne Wissen ihrer Eltern nach Österreich, um mit unserem Nationalteam zu trainieren. Natürlich verliebt sie sich in einen Skifahrer, und es gibt ein Happy End."

Alpen-Love-Story wirbt für "Peking 2022"
Eine Geschichte, die den Chinesen ebenfalls besonders gefällt, haben sie sich doch für die olympischen Winterspiele 2022 beworben. Eine Großveranstaltung, die auch für österreichische Firmen sehr lukrativ werden dürfte, erwarten sich die Chinesen doch besonders viel von unserem Wintersport-Know-how. Staatschef Xi Jinping hat Fischer persönlich um Österreichs Hilfe gebeten. "Zu der sind wir selbstverständlich gerne bereit", sagt der Bundespräsident. Wirtschaftskammerpräsident Leitl fügt hinzu: "Die Olympischen Spiele geben uns ungeheure Chancen, vom Liftbau bis zum Sportartikelhersteller."

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