Mi, 22. November 2017

Kraftwerk Lendorf

26.03.2015 22:52

Biomasse: Stadt Klagenfurt ist gegen Panikmache

Es war eine aufgeheizte Stimmung – bei der Bürgerversammlung zum geplanten Biomassewerk in Lendorf. Mehr als 100 Interessierte waren gekommen, um sich über mögliche Gesundheitsgefahren zu informieren. Die Stadtpolitiker betonen, dass alle Vorgaben eingehalten werden. Weitere Informationen sollen in Kürze folgen.

"Die Unterlagen werden unter Verschluss gehalten." "Es fahren Tausende zusätzliche Lkw durch Lendorf." – Diese und andere Thesen hat der Kraftwerksaktivist Michael Wulz (er hat bereits das Gasdampfkraftwerk bekämpft) bei der Bürgerversammlung aufgestellt.

Er will nun beim Landesverwaltungsgericht eine Bescheid-Beschwerde einbringen. Aus der Sicht von Wulz sei eine Umweltprüfung erforderlich.

"Erst für Biomasse, dann dagegen"
Bei den Stadtwerken reagiert man verärgert. "Im Kampf gegen das Gasdampfkraftwerk haben diese Herren damals Biomasse für Klagenfurt gefordert. Jetzt sind diese Herrschaften plötzlich gegen die Biomasse", meint STW-Sprecher Harald Raffer.

Auch der scheidende Stadtchef Christian Scheider ist verwundert: "Manche Leute werden immer gegen etwas sein. Doch mit diesem Thema ist nicht zu spaßen. Es geht um die Energieversorgung für die Stadt. Mit jeder anderen Lösung – wie Gas – würden die Tarife steigen."

Sowohl Scheider als auch Neo-Stadtchefin Maria-Luise Mathiaschitz betonen, dass die Anrainer rechtzeitig informiert werden.

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