Mo, 18. Dezember 2017

Unternehmer empört

25.03.2015 20:25

Kaserne bringt Firmen Arbeit

Die Schließung der Struckerkaserne in Tamsweg würde die Unternehmer hart treffen. Einemilitärische Nutzung nach dem 31. Dezember 2016 scheint ausgeschlossen.

Die Empörung um das Hin und Her in Sachen Struckerkaserne in Tamsweg ist groß. Reinhard Wieland ist Installateur im Bezirkshauptort. Die Kaserne ist seit zwanzig Jahren ein sehr guter Kunde von ihm. "Es gibt viel Arbeit. Zwei meiner Mitarbeiter sind das ganze Jahr über dort beschäftigt", so Wieland. "Es wäre richtig schade um den Standort, viele Familien haben hier schließlich auch Häuser bzw. ihre Existenzen aufgebaut", fügt er hinzu.

"Wir haben im Lungau 13 Mitarbeiter in unserem Depot, das wir im Herbst in Tamsweg eröffnet haben", erklärt Peter Doppler, Wirt und Obmann-Stellvertreter der Murauer Brauerei. Die Firma beliefert die Struckerkaserne mit Getränken. "Es ist aber nicht nur für uns schade, wenn die Kaserne zugesperrt wird, sondern es ist ein Verlust für die ganze Region", sagt er. Während bei den Lungauern nun die Sorgen erneut aufflammen, ortet die Opposition ein politisches Schauspiel seitens des Landeshauptmannes Wilfried Haslauers. Dieser gab sich ob der Entscheidung von Verteidigungsminister Gerald Klug ja entsetzt.

Kritik an Landeshauptmann
"Jetzt mimt Haslauer den Überraschten und gibt vor, von der Schließung der Kaserne völlig überrumpelt zu sein. Doch nichts anderes, als eine Schließung der Struckerkaserne bzw. ein Fortbestand der Einrichtung für eine Übergangsphase von zwei Jahren, also bis zum 31. Dezember 2016, war von Anfang an mit dem Verteidigungsministerium vereinbart", so SPÖ-Chef Walter Steidl. Das geht aus einem Schreiben von Klug an Haslauer vom 28. Jänner 2015 hervor. In diesem heißt es auch: "Über die weitere Vorgangsweise der Nutzung – die nicht mehr militärisch sein wird – wird eine gemeinsame Lösung mit Ihrem Bundesland angestrebt."

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