Fr, 24. November 2017

Motorenreglement

25.03.2015 16:15

Lauda: „Katastrophe, was bei Red Bull abläuft“

Feuer, Gift und Galle zwischen den "rot-weiß-roten" Rennställen Red Bull Racing und Mercedes vor dem Trainingsauftakt für den Grand Prix von Malaysia in Sepang. Alexander Wurz, 69-facher GP-Starter und Vorsitzender der Fahrervereinigung GPDA kennt das Grundübel der Formel 1.

Red Bulls mögliche Liaison mit Audi, ein angedrohter Ausstieg – viele Schlagzeilen nach dem verkorksten Auftakt in Melbourne. Worauf Motorsportchef Helmut Marko Feuer, Gift und Galle speit: "Diese unselige Power-Unit ist sündhaft teuer, das Ganze ist eine Ingenieurs-Formel, in der der Pilot nur bedingt Einfluss hat. So wird der Sport gekillt, rennen die Zuschauer weg, weil der Niki und Mercedes bis ans Ende des Jahres alleine vorn wegfahren werden."

Toro Rosso fährt mit zwei "Führerscheinlosen" Red Bull um die Ohren
In der Mercedes-Box kontert Lauda. "Was bei Red Bull abläuft, ist eine Katastrophe. Da herrscht eine Negativstimmung, die sich ändern muss", so der Aufsichtsratsvorsitzende: "Dass sie im Vorjahr Probleme mit dem Motor hatten, okay, aber heuer, wo es viel leichter ist, noch mehr Schwierigkeiten zu haben, ist doch pervers. Und dass ihnen Toro Rosso mit den zwei "Führerscheinlosen" um die Ohren fährt, zeigt die Alarmstufe."

Wurz: "Frage, ob dieses System noch zeitgemäß ist"
Quo vadis, Formel 1? Die "Krone" fragte nach bei Alexander Wurz, Vorsitzender der Fahrervereinigung. "Das Grundproblem ist, dass die Leute, die die Competition auf der Strecke austragen, auch das Reglement machen – und das ist doch irrwitzig", sagt der 69-fache GP-Starter, für den "keine Revolution notwendig ist", sondern nur ein stabiles, kundenfreundliches und kosteneffizientes Reglement, das von Nicht-Competitors ausgearbeitet werden sollte.

"Die Teams sollten sich die Frage stellen müssen, wie kann ich in diesem Reglement der Beste sein und nicht, wie kann ich das Regelwerk ändern, damit ich mit meinen Mitteln der Schnellste bin." Wurz sagt aber auch, dass alle Diskussionen, egal, ob diese von Mercedes, Red Bull oder Ferrari angeheizt würden, durchaus legitim seien, man sich aber dennoch fragen müsse, "ob dieses System noch zeitgemäß ist?"

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