Sa, 18. November 2017

FPÖ und SPÖ

24.03.2015 15:17

Wahlkampf um Ausländer

Die massiven Verluste in den roten Hochburgen des Oberlandes lassen bei den SPÖ-Strategen die Alarmglocken schrillen: Hat man das brennende Thema Asyl zu lange ignoriert? Wie nimmt man den Freiheitlichen da den Wind aus den Segeln? Denn eines steht fest: Die FPÖ spielt die Ausländerkarte jetzt noch stärker aus…

Hinter vorgehaltener Hand sprechen rote Funktionäre offen aus, dass man das Thema Integration viel zu lange ignoriert habe. Vor allem in den obersteirischen Industriestädten, wo viele Menschen mit Migrationshintergrund leben, punktete die FP am Sonntag mit ihrem scharfen Kurs in Sachen Asyl. Mit der steigenden Multikulturalität seien viele Bürger in den vergangenen Jahren im Stich gelassen worden, räumt SP-Landesrätin Bettina Vollath ein, die Politik habe zu drängenden Problemen zu lange geschwiegen.

Klar ist: Die Sozialdemokraten müssen den Blauen Wind aus den Segeln nehmen, Parteichef Franz Voves hat mit seiner Forderung nach Strafen für Integrationsverweigerer das Thema bereits aufs Tapet gebracht. Die Freiheitlichen selbst haben am Dienstag noch einmal nachgelegt. Spitzenkandidat Mario Kunasek will die Themen „Islamisierung und Massenzuwanderung“ offen ansprechen, vor allem in der Obersteiermark und in Grazer Migrationsbezirken: „Denn da liegt vieles im Argen!“ Zunächst plakatiert man noch „Mehr G’spür für die Steirer“, danach werden die „Kuschel-Slogans“ gegen markigere getauscht, sagt Wahlkampfleiter Stefan Hermann.

Zielscheibe Nummer eins sind natürlich die Reformpartner, deren „Verfehlungen“ aufgezeigt werden sollen.

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