Mo, 20. November 2017

„Schlechte Zukunft“

24.03.2015 12:14

Steve Wozniak warnt vor Herrschaft der Maschinen

In die Reihe jener, die die Entwicklung der künstlichen Intelligenz mit Sorge betrachten, reiht sich nach Physiker Stephen Hawking, Tesla-Gründer Elon Musk und Microsoft-Gründer Bill Gates ein weiterer Prominenter: Steve Wozniak. In einem Interview mit der "Australian Financial Review" warnte der Apple-Mitgründer vor einer Herrschaft der Maschinen: "Computer werden die Herrschaft über die Menschen übernehmen, keine Frage", so der 64-Jährige.

Er habe die Prognosen von Autoren wie Raymond Kurzweil, denen zufolge künstliche Intelligenz binnen der nächsten 30 Jahre die Fähigkeiten des Menschen übersteigen soll, lange Zeit abgetan, so Wozniak gegenüber der Zeitung. Er habe jedoch erkennen müssen, dass viele Vorhersagen eingetroffen seien und sich künstliche Intelligenz, die menschliches Bewusstsein nachahmt oder sogar erreicht, gefährliche Wirklichkeit werden könnte.

"Ich stimme mit den Voraussagen von Menschen wie Stephen Hawking oder Elon Musk darin überein, dass die Zukunft beängstigend und sehr schlecht für die Menschen sein wird. Wenn wir Geräte bauen, die sich für uns um alles kümmern, werden sie schließlich schneller denken als wir und sich langsamerer Menschen entledigen, um Unternehmen effizienter zu gestalten", warnte Wozniak.

"Werden wir die Götter sein? Werden wir die Haustiere sein? Oder werden wir Ameisen sein, die zertreten werden? Ich weiß es nicht. Aber wenn ich daran denke, dass ich von intelligenten Maschinen in Zukunft wie ein Haustier behandelt werde, nun ja, dann behandle ich meinen eigenen Hund besser gut."

Noch Hoffnung für Menschheit
Immerhin: Hoffnung gibt es dem Apple-Mitgründer zufolge noch. Solange es Wissenschaftlern nicht gelinge, Dinge durch die Entwicklung von Quantencomputern auf subatomarer Ebene zu kontrollieren, sei die Menschheit vor der ewigen Erhöhung der Rechenleistung – und damit Fortschritten im Bereich der künstlichen Intelligenz – geschützt.

Wozniak bringt in diesem Zusammenhang das mooresche Gesetz zur Sprache, demzufolge sich die Rechenleistung mit sinkender Transistorengröße alle zwei Jahre verdoppelt. Aktuellen Schätzungen zufolge soll diese Entwicklung 2020 gestoppt werden – Transistoren sollen dann auf die Größe eines einzigen Atoms geschrumpft sein.

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