Di, 21. November 2017

Bald FIFA-Boss?

24.03.2015 10:40

Figo warnt in Wien vor „verlorenen Jahren“

Der frühere Weltfußballer Luis Figo weilt derzeit in Wien. Figo hat sich in seiner Rolle als Bewerber um die FIFA-Präsidentschaft deutlich für Veränderungen im Weltverband ausgesprochen. "Wenn sich nichts ändert, sind es in Bezug auf Transparenz und Modernisierung vier verlorene Jahre", meinte einer der drei Herausforderer von Amtsinhaber Joseph Blatter am Montag am Rande der UEFA-Tagungen in der österreichischen Bundeshauptstadt.

Figo erhält am Dienstag beim Kongress in der Messe Wien ebenso wie der Niederländer Michael van Praag und Prinz Ali bin Al-Hussein aus Jordanien die Gelegenheit, den europäischen Delegierten seine Ideen zu präsentieren. Eine davon ist eine Vergrößerung des WM-Starterfeldes von derzeit 32 Teams. "Zum Beispiel 40, das wäre für Teams, die sich üblicherweise nicht qualifizieren, interessant", meinte der 42-jährige Portugiese. Zudem wären die Einnahmen höher.

Zeitstrafe und neue Abseitsregel?
Auch eine Debatte über Regeländerungen kann sich der frühere Superstar von FC Barcelona und Real Madrid vorstellen. Das betreffe etwa die Einführung von Zeitstrafen oder eine Rückkehr zur alten Abseitsregel. Auch das schwierige Thema Videobeweis müsse intensiv diskutiert werden. "Ich will, dass die Verbände beim Kongress darüber reden", sagte Figo. "Die Verbände müssen mehr Einflusschancen bekommen."

Wahl am 29. Mai
Die Wahl zum FIFA-Chef erfolgt am 29. Mai in Zürich. Amtsinhaber Joseph Blatter gilt als klarer Favorit. Seine drei Gegner haben verschiedene Unterstützer aus Europa. Es darf aber davon ausgegangen, dass am Ende nicht wirklich alle drei antreten. Eine diesbezügliche Entscheidung erwartet Van Praag aber nicht vor Mai. "Vielleicht muss man es dann lassen wie es ist oder sich auf einen oder zwei Kandidaten konzentrieren", meinte der niederländische Verbandschef.

Wien soll ein Schritt auf dem Weg dorthin sein. Eine gemeinsame Strategie verfolgen die drei Blatter-Herausforderer vorerst nicht. Enttäuscht zeigte sich Van Praag, dass es zu keiner TV-Konfrontation mit dem Amtsinhaber kommen wird. "Der unverfälschteste Weg um zu erfahren, was vier Menschen denken, was sie mögen und was sie nicht mögen, wäre eine solche Debatte", sagte der 67-Jährige. Blatter hat eine solche aber abgelehnt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden