So, 19. November 2017

Regierungsklausur

24.03.2015 10:29

Sprachliche Frühförderung wird verdreifacht

Der Ministerrat hat im Rahmen der Regierungsklausur in Krems eine Verdreifachung der sprachlichen Frühförderung beschlossen. Ferner wurde der Bildungsreform-Gruppe als Ziel mitgegeben, politische Bildung ab dem sechsten Schuljahr als Pflichtmodul zu etablieren und Vorbereitungsklassen für Schüler mit Sprachschwierigkeiten zu ermöglichen. Integrationsunwilligen Eltern könnten Strafen drohen.

Die Ausweitung der sprachlichen Frühförderung ist bereits mit den Ländern paktiert. Insgesamt werden für diesen Posten 90 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren aufgewendet. Zwei Drittel davon kommen seitens des Bundes. Bisher hatten Bund und Länder je fünf Millionen pro Jahr aufgebracht. Ziel der Maßnahme ist die sprachliche Frühförderung von Kindern zwischen drei und sechs Jahren, damit diese beim Schuleintritt über ausreichende sprachliche Kompetenz verfügen.

Dieses Ziel verfolgen auch die sogenannten Vorbereitungsklassen für Schüler mit Sprachdefiziten. Mit diesen soll der schnellstmögliche Eintritt in das Regelschulsystem gewährleistet werden.

Maßnahmen vorerst nur "in die Bildungsreform aufgenommen"
Freilich ist diese Maßnahme noch nicht fix, sondern wird laut Text des Regierungspapiers bloß "in die Bildungsreform aufgenommen". Ähnliches gilt für den Ausbau der verpflichtenden Mitwirkung der Erziehungsberechtigten im Bereich der Schule. In letzter Konsequenz soll hier auch die Möglichkeit von Strafen durch die Jugendwohlfahrtsbehörden geschaffen werden.

Ebenfalls Ziel, aber noch Zukunftsmusik ist die Verankerung der Politischen Bildung als Pflichtmodul ab der sechsten Schulstufe im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes Geschichte und Sozialkunde. Schulautonom soll auch die Führung eines eigenen Unterrichtsgegenstandes möglich werden.

Schnellere Anerkennung von Bildungsabschlüssen gewünscht
Schon relativ konkret wird es, was den langjährigen Wunsch nach einer besseren bzw. schnelleren Anerkennung von Berufs- und Bildungsabschlüssen angeht. Hier sollen vereinheitlichte oder aufeinander abgestimmte Verfahren gesetzlich geregelt werden. Der Beschluss dafür ist für kommenden Herbst angepeilt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden