Di, 17. Oktober 2017

Finanzieller Kollaps

24.03.2015 09:30

Traditionsbetrieb ist jetzt Sanierungsfall

Seit mehr als 150 Jahren besteht der Familienbetrieb Huber aus dem Südburgenland. Doch Schulden und eine Geldforderung des Zollamtes in Millionenhöhe brachten die Firma in finanzielle Bedrängnis. Montag wurde beim Landesgericht in Eisenstadt ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet.

1860 gegründet, entwickelte sich der Familienbetrieb in Riedlingsdorf vom Warenhandel für Eier und Butter zur Transportfirma. Huber erledigt Aushubarbeiten für Baukonzerne, entsorgt das Material. An mehreren Standorten werden Deponien betrieben.

Zahlungsunfähigkeit bedroht nun die Traditionsfirma. Ein Minus von 9,6 Millionen € belastet den Betrieb. Hauptursache für die Insolvenz sei eine Forderung des Zollamtes Eisenstadt Flughafen Wien über mehr als drei Millionen Euro. Das Unternehmen habe für ein Golfplatzprojekt Bodenaushubmaterial länger als drei Jahre gelagert, weil sich das UVP-Verfahren verzögerte. Der vom Zollamt eingeforderte Altlastensanierungsbeitrag habe dann schließlich zum finanziellen Kollaps geführt. Gegen den Bescheid seien allerdings Rechtsmittel eingelegt worden, heißt es.

Firma soll weiter bestehen
Der marode Betrieb mit 93 Mitarbeitern soll jedenfalls gerettet werden. "Auch 220 Gläubiger sind betroffen. Ihnen wird eine 30-Prozent-Quote, zahlbar innerhalb von zwei Jahren, angeboten", so der Schutzverband Creditreform.

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