Do, 14. Dezember 2017

Gefährlicher Handel

23.03.2015 09:35

"Craigslist-Morde": Polizei gründet Übergabe-Zonen

Millionen Artikel werden tagtäglich über das US-Kleinanzeigenportal Craigslist gekauft und verkauft. Doch der oftmals zwischen Privatpersonen stattfindende Handel ist nicht ungefährlich. Nachdem erst vergangene Woche eine schwangere Frau im US-Staat Colorado bei einer vermeintlichen Übergabe schwer verletzt wurde und ihr ungeborenes Baby verlor, reagiert die Polizei jetzt auf die zunehmende Gefahr beim Kleinanzeigen-Handel.

Mindestens 48 Menschen fielen laut CBS News seit 2009 sogenannten Craigslist-Verbrechen zum Opfer, darunter ein älteres Ehepaar aus Georgia, das ein Auto kaufen wollte, ein Vater aus dem US-Staat Washington, der einen Ring verkaufen wollte sowie ein Student aus Florida, der über das US-Kleinanzeigenportal versucht hatte, ein iPhone zu kaufen. Sie alle bezahlten den vermeintlich harmlosen Handel mit ihrem Leben.

Jüngstes Opfer: eine 26-jährige Frau aus Colorado. Die im siebenten Monat Schwangere hatte am vergangenen Mittwoch für ihr noch ungeborenes Baby Kleidung kaufen wollen und war dabei von der Verkäuferin mit einem Messer attackiert worden. Während die Frau den Vorfall schwer verletzt überlebte, kam für ihren Fötus jede Rettung zu spät.

Sichere Übergabe-Zonen
Die Polizei in Boca Raton, Florida, reagiert nun auf diesen "Verbrechenstrend" mit der Gründung von "Safe Exchange Zones" in Polizeistationen, in denen sich Käufer und Verkäufer für eine sichere Übergabe treffen können. Die Zahl der "Craigslist Crimes" im Bezirk sei daraufhin auf praktisch null gesunken, so Polizeichef Dan Alexander.

Auch in anderen Bezirken sollen daher jetzt entsprechende Übergabe-Zonen eingerichtet werden. Wer in seinem Umkreis noch keine habe, solle für die Übergabe einen öffentlichen Platz wählen, wo es zumeist Überwachungskameras und Sicherheitspersonal gebe, empfiehlt Polizeikommissarin Sally Heyman vom Miami-Dade County. Nur wer schlechte Absichten hege, werde den vorschlagen Ort ablehnen.

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