Fr, 24. November 2017

Vom Krähen genervt

23.03.2015 08:04

Kärntner schoss auf Hahn - und traf Nachbarn (81)

Ein krähender Hahn in Nachbars Garten hat das Nervenkostüm eines 54 Jahre alten Kärntners derart überstrapaziert, dass der Mann am Sonntagabend zu einem Luftdruckgewehr griff und damit in Richtung des ungeliebten Federviehs schoss. Dabei traf der Schütze jedoch den 81-jährigen Besitzer der Hühner, der gerade im Garten war. Das Projektil durchschlug die rechte Hand des Landwirts und blieb schließlich in der rechten Kniescheibe stecken. Der 54-Jährige wurde nach kurzer Flucht festgenommen.

Zum blutigen Vorfall kam es am Nachmittag in der Gemeinde Sittersdorf im Bezirk Völkermarkt, als den 54-Jährigen der Zorn über das Geflügel offenbar gänzlich übermannte. Er schnappte sich sein Luftdruckgewehr, marschierte damit zum Parkplatz vor seiner Wohnung und schoss in Richtung des gegenüberliegenden Stallgebäudes.

Dabei erwischte er jedoch unabsichtlich seinen 81-jährigen Nachbarn, der gerade im Hof einen Abfallkübel umfüllte. "Der 81-Jährige hat nur einen Brenner gespürt und dann hat er schon gesehen, dass Blut fließt", sagte Bezirkspolizeikommandant Klaus Innerwinkler. Zeugen des Vorfalls alarmierten die Rettung, die in weiterer Folge die Polizei hinzurief.

Fahndung nach flüchtigem Schützen vom Heli aus
Das bekam der Schütze offenbar mit und wollte sich mit seinem Auto davonmachen. Die Polizei nahm jedoch sofort mit mehreren Streifen, zwei Hubschraubern und mit Unterstützung des Einsatzkommandos Cobra die Verfolgung nach dem Verdächtigen auf.

Wenig später wurde vom Heli aus bereits der Wagen des Flüchtigen entdeckt, der 54-Jährige konnte unweit des Tatortes angehalten und festgenommen werden. Gegen ihn wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen, die Polizei nahm ihm all seine Waffen ab. Der verletzte Landwirt wurde nach der Erstversorgung per Heli ins Klinikum Klagenfurt geflogen.

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