Mi, 13. Dezember 2017

Im Namen des IS

22.03.2015 12:56

Hacker rufen zu gezielter Tötung von GIs auf

Eine angebliche Hackergruppe der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat hat zur gezielten Tötung von etwa hundert mit Namen und Anschriften genannten US-Soldaten aufgerufen. Wie das auf die Auswertung islamistischer Internetportale spezialisierte US-Unternehmen Site am Sonntag berichtete, wurden zugleich Fotos der Soldaten aus den Land-, Luft- und Seestreitkräften veröffentlicht. Die Gruppe gab demnach an, die Daten aus Regierungsnetzen gestohlen zu haben.

Die angeblichen Hacker warfen den Soldaten vor, an Angriffen der US-Armee auf IS-Kämpfer in Syrien, im Irak und im Jemen beteiligt gewesen zu sein. Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf Kreise des US-Verteidigungsministeriums und des FBI, die Drohungen würden untersucht. Ein Vertreter des Pentagons gab an, der Großteil der veröffentlichten Informationen sei öffentlich zugänglich. Die US-Marineinfanterie rief zur "Wachsamkeit" auf.

Der IS hatte im vergangenen Sommer große Landstriche im Irak und im Bürgerkriegsland Syrien überrannt. Vornehmlich einheimische Kräfte bekämpfen die Dschihadisten am Boden. Eine internationale Koalition aus westlichen und arabischen Ländern fliegt zudem Angriffe aus der Luft - im Irak seit August und in Syrien seit September.

Lage im Jemen eskaliert: USA ziehen Personal ab
Im Jemen, wo erst am Freitag 142 Menschen bei mehreren IS-Selbstmordattentaten ums Leben gekommen sind, setzen die USA seit Jahren unter anderem Drohnen zur Bekämpfung radikaler Islamisten ein. Angesichts der jüngsten Gewalteskalation und wegen der immer größer werdenden Gefahr eines Bürgerkriegs haben die Amerikaner nun sämtliche Diplomaten und auch Soldaten aus dem Jemen ab.

Jemens Präsident bittet Weltgemeinschaft um Hilfe
Der UNO-Sicherheitsrat berief für Sonntagnachmittag eine Dringlichkeitssitzung zur Lage im Jemen ein. Um das Treffen hatte Präsident Abd-Rabbu Mansour Hadi gebeten. In einem Brief an das höchste UNO-Gremium bat er die Weltgemeinschaft um ein "dringendes Eingreifen mit allen verfügbaren Mitteln".

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