Mo, 23. Oktober 2017

Nach Genickbruch

22.03.2015 09:27

Wrestler stirbt im Ring – Show geht weiter

Tragischer Zwischenfall bei einem Wrestling-Kampf in Mexiko: Der berühmte Catcher Pedro Aguayo Ramirez (Kampfname: "Hijo del Perro Aguayo") ist am Samstag im Ring nach einem Sprung-Tritt seines Gegners an einem Genickbruch gestorben. Er hing minutenlang in den Ringseilen, bis alle erkannten, dass er nicht mehr lebt. Die Wrestling-Gemeinde in Mexiko und auf der ganzen Welt trauert um einen ihrer größten Stars.

Der Zwischenfall ereignet sich bei einer Liveshow in Tijuana: Der 35-jährige Sohn der Wrestling-Legende Perro Aguayo tritt gemeinsam mit einem Kollegen gegen zwei andere Gegner im Ring an. Es geht spektakulär zur Sache - die Fans jubeln über jeden sehenswerten Schlag, Wurf, Sprung und Tritt.

Niemand ahnt, dass etwas Schreckliches passiert ist
Doch nach einem Sprung-Tritt des Gegners Rey Mysterio wird Aguayo Ramirez wuchtig in die Seile geschleudert, verliert offenbar umgehend das Bewusstsein und hängt in den Ringseilen. Zu diesem Zeitpunkt ahnen aber weder die Kämpfer noch die Ringrichter und zuständigen Ärzte, dass der 35-Jährige ernsthaft verletzt wurde und nie wieder aufstehen wird. Einer der Richter läuft kurz hin und schaut, geht aber wieder und folgt dem Geschehen im Ring. Dieses Video zeigt die Augenblicke nach dem Tritt.

Allmählich drängt sich der Verdacht auf, dass etwas nicht stimmen kann. Zwar gehört es immer wieder zu Wrestlingshows, dass Stars Bewusstlosigkeit oder Benommenheit vortäuschen, um die Dramatik zu erhöhen. Doch das sieht mittlerweile nicht mehr danach aus. Als Aufweckversuche fehlschlagen, weil Aguayo Ramirez kopfüber auf den Boden fällt, wird der Kampf abgebrochen. Sanitäter eilen zum Leblosen. Er wird in ein nahe gelegenes Spital gebracht. Dort können die Ärzte aber nur mehr den Tod des Wrestlers feststellen.

Veranstalter: "Solche Zwischenfälle passieren leider"
"Ich finde keine Worte für diese schreckliche Nachricht. Mein aufrichtiges Beileid gilt der Familie von Aguayo Ramirez", zeigte sich Joaquin Roldan, Direktor des Wrestling-Verbands AAA auf Twitter schockiert. Der Veranstalter des Events in Tijuana bedauerte den Zwischenfall, betonte aber, dass es leider immer wieder zu solchen Zwischenfällen bei "riskanten Sportarten" komme. Dennoch ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

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