Do, 23. November 2017

Melcherhof

21.03.2015 22:55

Kärntner Tiere vor dem Schlachter gerettet

In Zeiten der Massentierhaltung erfahren Nutztiere unfassbares Leid. Sie werden nicht mehr als Lebewesen behandelt. Deshalb gibt es immer mehr Menschen, die Ziegen, Schweine und Pferde vor dem Schlachter oder aus schlechter Haltung retten wollen. Ein Lokalaugenschein auf dem Melcherhof in Grafenstein, wo sich die Vierbeiner glücklich schätzen dürfen.

Unwissenheit, Überforderung, aber auch Geldmangel führen oft dazu, dass zum Beispiel viele Pferde beim Schlachter in Italien landen.

Auch Pintowallach "Shitan", einst ein stolzes Turnierpferd, sollte dieses Schicksal ereilen. Er wurde davor bewahrt und lebt nun am Melcherhof in einer Herde mit Ponys, Eseln und der Stute "Dorli", die von einem Hannoveraner-Gestüt stammt.

"Wir brauchen ganz dringend Paten"
"Dorli hat eine Missbildung am Rücken und wurde von den Gestütsleuten zu uns gebracht", erzählt Hofleiterin Willemine Van Ee. "Am Anfang wurde für Dorli gezahlt, jetzt müssen wir selbst für die Kosten aufkommen. Das ist leider oft so. Wir bräuchten ganz dringend Paten für die Tiere, dann wäre alles leichter."

Teilpatenschaften kann man schon ab 5 Euro im Monat übernehmen. Eine Vollpatenschaft ist kostspieliger, aber man kann "sein Tier" dann immer besuchen. Tierfreunde sind am Melcherhof immer willkommen. Es ist ein schönes Erlebnis, wenn man die glücklichen Schweine beobachten kann, die einen grunzend begrüßen. Vor allem das zu klein geratene Zuchtschwein "Bravehart" liebt Streicheleinheiten.

Kinder lernen von Tier und Natur
Und das zusätzliche Projekt "Lernen von Tier und Natur" wird auch von vielen Kindergärten und Schulen genutzt. Den Kindern werden "Wildtiere in freier Natur", "Pflanzen und ihre Bedeutung" der "Kreislauf der Natur" sowie artgemäße Haus- und Nutztierhaltung näher gebracht.

Denn viele Kinder haben heute keinen Bezug mehr zu Tieren. Infos zu Patenschaften unter der Telefonnummer 0664/ 3452215 oder www.tierundnaturschutz.at

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