Mi, 22. November 2017

„Es ist an der Zeit“

21.03.2015 13:12

Türkei: Aufruf zum Frieden von PKK-Chef Öcalan

Der inhaftierte Chef der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Abdullah Öcalan, hat seine Anhänger zum Frieden mit der türkischen Regierung aufgerufen. Es sei an der Zeit, die "grausame und zerstörerische Geschichte" zu beenden und eine Ära des "Friedens, der Brüderlichkeit" und der Demokratie" zu beginnen, teilte Öcalan am Samstag mit. Öcalan bekräftigte in der zum kurdischen Neujahrsfest Newroz in Diyarbakir verlesenen Botschaft zudem seinen Wunsch, den bewaffneten Kampf zu beenden.

Der PKK-Chef hatte die Organisation Ende vergangenen Monats dazu aufgefordert, einen Kongress einzuberufen, um die Niederlegung der Waffen zu beschließen. Mit diesem Kongress werde eine "neue Ära" beginnen, erklärte Öcalan.

Positive Signale von Türkeis Regierung
Die türkische Regierung begrüßte den Aufruf Öcalans. Die Äußerungen seien "in jeder Hinsicht positiv", sagte Vize-Regierungschef Bülent Arinc. Regierungschef Ahmet Davutoglu versprach, "das Notwendige zu tun", um den Friedensprozess erfolgreich zu Ende zu bringen. "Lasst uns den Ärger beiseite lassen und uns von jetzt an nur auf Verhandlungen konzentrieren", sagte Davutoglu in einer Rede in Istanbul. "Lasst uns die Kultur des Hasses, die Gewalt und die Waffen für immer beerdigen."

Die islamisch-konservative AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan hofft bei der Parlamentswahl im Juni auf die Unterstützung der 15 Millionen Kurden im Land. Sie will die nötige Mehrheit für eine Änderung der Verfassung erhalten, um dem Präsidentenamt mehr Macht zu geben.

Der Konflikt zwischen der türkischen Regierung und der PKK währt seit rund 30 Jahren. Dabei kamen bisher rund 40.000 Menschen ums Leben.

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