Mi, 22. November 2017

„Krone“-Ombudsfrau

22.03.2015 08:00

Wir laufen für: Die Parkinson Selbsthilfe

Am 12. April 2015 findet der 32. Vienna City Marathon statt und wir werden – wie bereits berichtet – wieder als Staffel für den guten Zweck an den Start gehen. Wir wollen diese Gelegenheit heuer erstmalig nutzen, auch andere gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Jeden Sonntag stellt eines unserer Staffelmitglieder eine Herzensangelegenheit vor. Heute: die Parkinson Selbsthilfe Österreich, die den Betroffenen der neurologischen Erkrankung Rat und Hilfe bietet.

Zittern, eine Versteifung der Muskulatur und verlangsamte Bewegungsmöglichkeiten zählen zu den Hauptsymptomen, mit denen Betroffene von Morbus Parkinson leben müssen. In Österreich sind rund 20.000 Menschen von der langsam fortschreitenden, neurologischen Erkrankung betroffen. Benannt wurde sie nach dem britischen Arzt Dr. James Parkinson, der im Jahr 1817 erstmals über die Symptome der Krankheit eine Abhandlung schrieb. Parkinson entsteht durch den Funktionsverlust jener Gehirnzellen, die im Gehirn für die Produktion des Botenstoffs Dopamin, der die Körperbewegungen beeinflusst, verantwortlich ist.

"Auch wenn die Diagnose Parkinson das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen von einem Tag auf den anderen ändert, muss man deswegen nicht den Kopf in den Sand stecken", macht Gabi Hafner, Präsidentin der Parkinson Selbsthilfe Österreich und selbst Betroffene, Mut. Vor sieben Jahren wurde bei der heute 47-Jährigen die Krankheit, die aufgrund ihrer Symptome oft auch als "Schüttellähmung" bezeichnet wird, diagnostiziert. Durch Medikamente, die zwar die Symptome, nicht aber das Fortschreiten der Krankheit bekämpfen, kann die Burgenländerin derzeit ein weitgehend unbeeinträchtigtes Leben führen.

Neben der medikamentösen Therapie gibt es aber auch die Möglichkeit, bei bestimmten Patienten eine sogenannte Tiefe Hirnstimulation durchzuführen. Dabei werden operativ Elektroden im Gehirn implantiert. Dieser "Hirnschrittmacher" stimuliert bestimmte Regionen, wodurch die Symptome gemildert werden.

"Man sieht, dass man nicht alleine ist"
Gabi Hafner ist nur eine von vielen ehrenamtlichen Engagierten, die sich im Dachverband oder einem der neun Landesverbände der Parkinson Selbsthilfe Österreich für die Anliegen von Betroffenen einsetzen. "Durch unsere Arbeit wollen wir die Lebensqualität der Betroffenen verbessern und haben aufgrund eigener Erfahrungen oft auch Lösungen für Alltagssituationen parat", erzählt Gabi Hafner weiter. Konkret bietet die Organisation Rat und Information zu Themen wie medikamentöse Therapie und Forschung, organisiert Vorträge oder Gymnastikkurse. In den zahlenreichen Regionalgruppen, die es in den Bundesländern gibt, finden regelmäßige Treffen statt. "Hier können sich Betroffene austauschen und gemeinsame Unternehmungen machen. Außerdem sieht man, dass man mit der Krankheit nicht alleine ist."

Aufmerksamkeit schaffen ist wichtig
Dass sich auch Prominente wie beispielsweise Schauspieler und Kabarettist Ottfried Fischer öffentlich zu ihrer Parkinson-Erkrankung bekennen und darüber sprechen ist laut Gabi Hafner sehr wichtig, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen. "Auch in Zukunft werden wir daran arbeiten, den Betroffenen das Leben mit der Diagnose soweit wie möglich zu erleichtern."

Wer Hilfe benötigt, mehr zu Morbus Parkinson und die Arbeit der Parkinson Selbsthilfe Österreich wissen oder spenden möchte, findet alle Infos auf www.parkinson-sh.at.

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