Mo, 20. November 2017

Lokalaugenschein

19.03.2015 11:39

Wie die Drogendeals am Hauptbahnhof ablaufen

Ein 13-jähriger Marokkaner trat Anfang der Woche einem 12-Jährigen am Bahnhof Innsbruck fast den Schädel ein. Beim Lokalaugenschein beobachtete die "Krone", wie die dortige "Drogenszene" vorgeht.

Innsbruck, Hauptbahnhof, Dienstag Abend, knapp vor 21 Uhr: Dort, wo am Tag bis zu 30.000 Reisende kreuz und quer eilen, um Züge und Busse zu erreichen, ist es relativ ruhig. Vor und im Bahnhof jedoch stehen viele finstere Gestalten. Damit sind jene Typen gemeint, die schon aufgrund ihres Aussehens leicht der so genannten "Nordafrikanerszene" zuzuordnen sind. Meist sind es junge Marokkaner, die dort Drogengeschäften nachgehen.

Sogar Duelle mit der Polizei

Sie treiben sich seit Wochen im Bahnhofsbereich herum. Liefern sich auch mit der Polizei verbale und körperliche Duelle. Der Hauptbahnhof hat schon den Ruf des Raubbahnhofes. Doch die jüngste Gewalttat am Montag Abend lässt auch abgebrühte Beamte nicht kalt: Ein angeblich 13-jähriger Marokkaner trat einem am Boden liegenden Landsmann (12) fast den Schädel ein – wie bei einem Fußballelfmeter.

Acht Security-Mitarbeiter und zwei Polizisten im Einsatz

Dienstag Abend, 24 Stunden später, haben acht ÖBB-Security-Mitarbeiter sowie ein Polizist und eine Polizistin die Szene im Auge. Inmitten der riesigen Halle spricht ein junger Marokkaner zwei Mädchen an. Flirtet in gebrochenem Englisch. Kurze Zeit darauf verlässt das Trio die Halle, um vor dem Bahnhof von einem weiteren Marokkaner komplettiert zu werden. Zielgerichtet marschiert das Quartett durch die Raiffeisenpassage vorbei am Bozner Platz zur Hypo-Landesbank.

Flirts, Haschisch und Marihuana

Dort geht es rein und gleich runter in die Tiefgarage der Bank. Fein: Die Garagentüren öffnen sich teils automatisch. Die Garagenhalle ist praktisch leer. Hinter zwei Türen eines Notausgangs auf einer Stiege ist dann Endstation. Hierher verirrt sich normalerweise um diese Zeit keiner. "Ich bin keine Mama", ist von einem der Mädchen zu hören. Es wird geflirtet. Und es wird wohl schnell zur Sache gekommen. Die Worte Haschisch und Marihuana fallen, begleitet von viel Gelächter. Was genau sich dann aber abspielt, bleibt im Dunkeln. Ebenso wie die Zahl der Drogendeals, die in dieser Nacht noch in Innsbruck abgeschlossen werden.

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