Fr, 24. November 2017

Giftfreie Kleidung

30.03.2015 09:30

Greenpeace: Billigshops top - Luxusmarken ein Flop

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kämpft seit Jahren unter anderem gegen die gewaltige Umweltverschmutzung durch Textilkonzerne. Die teils eingesetzten Stoffe, etwa krebserregende, können auch für den Käufer zum Problem werden. Ein neuer Bericht zeigt nun, dass die Arbeit der Umweltschützer Früchte trägt: Greenpeace lobt ausdrücklich günstige Anbieter wie H&M, Zara und C&A, aber auch Sportartikelhersteller. Luxusmarken dagegen holen sich einen Rüffel.

Seit 2011 läuft die Greenpeace-Initiative "Detox", mit deren Hilfe für Umwelt und Gesundheit gefährliche Chemikalien aus der Textilherstellung verbannt werden sollen. 29 Hersteller sind bisher beigetreten und haben sich freiwillig verpflichtet, giftige Stoffe bis 2020 nicht mehr einzusetzen. Das entspricht immerhin 15 Prozent der globalen Textilproduktion.

Günstig einkaufen ohne Gift
Nun hat Greenpeace einen neuen Bericht über die Fortschritte der Firmen vorgelegt. Besonderes Lob als "Detox-Trendsetter" erhalten 16 Firmen, darunter H&M, Mango, C&A und Esprit für den Verzicht auf per- und polyfluorierte Verbindungen (PFC), die Kleidung imprägnieren. Sie sind krebserregend und hormonell wirksam.

Zara wiederum hat die Abwasserdaten von über 100 Firmen offengelegt - mehr als jede andere Firma. Auch Adidas und Puma gehören zur Top-Gruppe, im Gegensatz zu Nike, das laut den Umweltschützern durch "mangelnde Transparenz" auffalle und noch keinen klaren Zeitplan zur PFC-Verbannung vorgelegt habe.

Kritik an Luxusmarken
Unter den elf Schlusslichertn finden sich viele Luxusmarken wie Giorgio Armani, dem Greenpeace "Verwicklung in Gewässerverunreinigungen mit Giftstoffen" vorwirft. Die Modehäuser Dolce & Gabbana sowie Versace wiederum stellen laut Bericht zum Beispiel Kinderkleidung her, die gefährliche Chemikalien enthalte. Von den Luxusfirmen hat sich bisher keine der "Detox"-Initiative angeschlossen.

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