Mo, 11. Dezember 2017

VP bringt Antrag ein

18.03.2015 20:00

Gehörlose kämpfen für Gebärdensprache in Schulen

Wenn hörbehinderte Kinder in die Schule kommen, beginnt ein Spießrutenlauf für die Familien. Der Grund: In Tirol gibt es kaum Pädagogen, die Gebärdensprache sprechen. "Nicht einmal im Zentrum für Hörpädagogik in Mils wird diese Sprach forciert", kritisiert der Landesverband der Gehörlosenvereine. Schützenhilfe kommt jetzt aus Innsbruck.

Rund 800 Tirolerinnen und Tiroler sind gehörlos oder hörbehindert. Durch neue Hörimplantate können Defizite ausgeglichen werden. Eine Folge davon ist, dass die Gebärdensprache an Bedeutung verliert. Zu Unrecht, zeigt der Gehörlosen-Landesverband auf. "Die Gebärdensprache ist jenen, die sie beherrschen, ein Leben lang wichtiges Kommunikationsmittel. Sie funktioniert im Gegensatz zu technischen Geräten immer", erklärt Paul Steixner, Geschäftsführer des Landesverbandes. Steixner ortet Mängel im Bildungsbereich. Selbst in der Gehörlosen-Schule in Mils werde Gebärdensprache nicht mehr forciert. Mitstreiter Andreas Reinelt verweist auf ein Beispiel aus Rum, wo die Gemeinde bisher vergeblich nach einem Pädagogen mit Gebärdensprachkenntnissen sucht, damit zwei betroffene Kinder in der Regelschule bleiben können.

Innsbruck als Modellregion?

VP-Gemeinderätin Daria Sprenger bringt Donnerstag einen Antrag in den Gemeinderat ein, mit dem sie eine Innsbrucker Modellregion mit einem Förderzentrum für Betroffene erwirken will. "Die Stadt wäre prädestiniert", ist Sprenger überzeugt. Sie fordert zudem Gebärdensprache als Wahlfach in der Lehrerausbildung.

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