Sa, 18. November 2017

Kristallkugel geholt

18.03.2015 10:08

„Blöder Norweger“ Jansrud für Reichelt zu schnell

Es hat nicht gereicht: Hannes Reichelt konnte am Mittwoch bei der letzten Abfahrt der Saison in Meribel nicht mehr zulegen und musste damit die kleine Kristallkugel für den Abfahrtsweltcup dem Favoriten Kjetil Jansrud überlassen. Der Norweger holte mit einer überragenden Fahrt auch den Tagessieg.

Reichelt hingegen erwischte nicht seinen besten Tag. Er lag nach mehreren kleinen Schnitzern auf der Piste am Ende 0,80 Sekunden hinter dem großen Sieger, Kjetil Jansrud. Für Reichelt reichte es damit nur für Platz zehn. Reichelt, der mit 20 Punkten Rückstand auf Jansrud ins Saisonfinale gegangen war, verpasste damit die Chance, die erste Abfahrtskugel für Österreich seit Klaus Kröll 2012 zu holen. Am Ende fehlten Reichelt 91 Punkte auf den Norsker.

"Wieder so ein blöder Norweger"
"Ich bin heute ein bisschen zu sehr auf der Linie gepickt, dann geht leider nix. Auch wenn ich eine andere Startnummer als 16 gehabt hätte, hätte ich heute keine Chance gehabt", erklärte Reichelt - der sich aber dennoch froh zeigte, eine tolle Saison hingelegt zu haben: "Nach meinen schweren Rückenproblemen der Vorsaison ist Platz zwei im Abfahrtsweltcup eine super Sache." Schmunzelnder Nachsatz: "Im Vorjahr war ich auch schon Zweiter - und heuer ist schon wieder so ein blöder Norweger vor mir." Reichelt meinte das freilich nicht abschätzig und gratulierte Jansrud fair.

Jansrud feierte beim Finale in Meribel seinen vierten Saisonsieg vor Didier Defago (+0,24) und Georg Streitberger (0,31).

Jansrud: "Kugel bedeutet mir sehr viel"
"Die Kristallkugel für den Abfahrtsweltcup bedeutet mir sehr viel", strahlte Jansrud, "das ist die Bestätigung, dass man eine ganze Saison lang stark und konstant gefahren ist". Jansrud liegt jetzt im Gesamtweltcup nur noch 64 Punkte hinter Marcel Hrischer. "Wenn ich ein sehr gutes Riesentorlauf-Ergebnis erziele, ist vielleicht noch was drin", so der Norweger.

Das Abfahrtsergebnis:
1. Kjetil Jansrud (NOR) 1:40,86
2. Didier Defago (SUI) 1:41,10 +0,24
3. Georg Streitberger (AUT) 1:41,17 +0,31
4. Steven Nyman (USA) 1:41,45 +0,59
5. Guillermo Fayed (FRA) 1:41,56 +0,70
6. Max Franz (AUT) 1:41,57 +0,71
7. Patrick Küng (SUI) 1:41,60 +0,74
8. Marco Sullivan (USA) 1:41,61 +0,75
9. Beat Feuz (SUI) 1:41,62 +0,76
10. Hannes Reichelt (AUT) 1:41,66 +0,80
11. Adrien Theaux (FRA) 1:41,68 +0,82
12. Romed Baumann (AUT) 1:41,73 +0,87
13. Klaus Kröll (AUT) 1:41,94 +1,08
14. Matthias Mayer (AUT) 1:41,98 +1,12
 
. Johan Clarey (FRA) 1:41,98 +1,12
16. Carlo Janka (SUI) 1:42,01 +1,15
17. Peter Fill (ITA) 1:42,02 +1,16
18. Otmar Striedinger (AUT) 1:42,43 +1,57
19. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:42,50 +1,64

20. Travis Ganong (USA) 1:42,51 +1,65
21. Werner Heel (ITA) 1:42,58 +1,72
22. Dominik Paris (ITA) 1:42,73 +1,87
23. Benjamin Thomsen (CAN) 1:42,80 +1,94
24. Ted Ligety (USA) 1:42,95 +2,09
25. Henri Battilani (ITA) 1:43,45 +2,59

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