Mi, 22. November 2017

Feuerwehr im Einsatz

17.03.2015 19:15

Verzweiflung nach Großbrand in Hüttau

Ein Dachbrand kostete neun Bewohnern eines Mehrfamilienhauses in der Pongauer Gemeinde Hüttau ihre Wohnung. 50 Mitglieder der Feuerwehr kämpften die ganze Nacht von Montag auf Dienstag gegen die Flammen. Für die Bewohner stehen Notunterkünfte bereit.

"Sirenenalarm riss mich aus dem Schlaf. Ein Blick auf die Uhr: Zwanzig Minuten nach Mitternacht. Ich lief aus meiner Wohnung ins Freie. Plötzlich stand da meine Schwiegermutter, die lauthals ,Es brennt!’ schrie. Mein erster Gedanke war, alle Menschen aus dem Haus zu holen." Dieses Horror-Szenario hat Bernhard Listberger in der Nacht auf Dienstag in der Pongauer Gemeinde Hüttau erlebt.

Offen: Sanierung oder Abriss
Selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr hat er gemeinsam mit 49 Männern der Feuerwehren Hüttau, St. Martin, Bischofshofen und Altenmarkt die Flammen an jenem Haus gelöscht, in dem auch er wohnt. Acht weitere Bewohner des dreistöckigen Mehrfamilienhauses mussten ihre Wohnungen fluchtartig verlassen, denn das Dach hatte zu brennen begonnen. Die Brandursache ist bislang noch unklar. Ermittler der Kriminalpolizei waren mit Spürhunden im Einsatz. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Schwiegermutter, die im ausgebauten Dachstuhl wohnte, ist am härtesten betroffen. Auch die Geschäftsfläche im Erdgeschoss, die zu vermieten gewesen wäre, steht gänzlich unter Wasser. Ob das Haus renoviert oder abgerissen wird, muss ein Gutachter entscheiden.

"Vor einem Jahr haben wir die Wohnung gekauft. Jetzt sind wir mit dem Nerven am Ende. Wir hoffen so sehr, dass das Haus nicht abgerissen wird", sagt Listberger, der einstweilen mit seiner Freundin Anita im Personalhaus des Hubertus-hofes untergebracht ist. Wenige Stunden davor löste ein überhitzter Kamin in einem Einfamilienhaus in Bad Vigaun ein Feuer aus. 35 Feuerwehrmänner löschten rasch die Flammen.

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