Mo, 20. November 2017

Fest der anderen Art

17.03.2015 19:09

Honey & Bunny werfen die Regeln über Bord

"Österreich bietet so eine Fülle an grenzgenialen Köchen, die alle am Puls der Zeit ticken. Was Tischmanieren, Service und Co. anbelangt, sind wir allerdings teilweise in den 70er Jahren stehen geblieben!"

Deshalb wurde für einen Abend einfach auf die veralteten Regeln und Normen gepfiffen und im "Republic" ein Mahl der Sonderklasse zelebriert. Das Wiener Performance-Duo "Honey & Bunny", alias Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter arrangierte gemeinsam mit der Firma Wiberg auf einer über 10 Meter langen Tafel Speisen nicht nach dem klassischen Ordnungssystem, sondern fügte Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch oder Süßigkeiten wie ein Mosaik nach den Farben weiß, grün, gelb, rot und schwarz aneinander.

Optisch eine Augenweide, geschmacklich allerdings ein Nervenkitzel! Denn hier traf Blutwurst auf Blaukraut, Kaviar auf Karfiol, Leberknödel auf Lardo , Schoko auf Sepia. Dem aber noch nicht genug! Während "Honey & Bunny" am Kopf der Tafel zwar auf goldenen Stühlen thronten, aber an Tischregeln gefesselt waren und selbige aus Knigge, Elmayr oder Erasmus von Rotterdam zitierten, mussten die Gäste mit dem Boden vorlieb nehmen und die Plätze untereinander ständig tauschen. Nur so konnten sie ihren Gelüsten nach süß oder sauer nachkommen, und mussten so auch "notgedrungen" mit anderen in Kontakt treten. Zugelangt wurde zwar mit Messer und Gabel, Teller suchte die Tafelrunde allerdings vergeblich.

"Essen muss Freude bereiten"
"Das wäre das perfekte Dinner für unsere Kids, denen hapert’s nämlich auch oft ein wenig an der Esskultur", mussten die Hoteliers Michaela und Fritz Hirnböck-Gmachl zuerst noch schmunzeln, hatten aber letztendlich doch großen Spaß. Sinn und Zweck der Übung erfüllt! "Essen muss Freude bereiten und unser Leben im positiven Sinne bereichern", so Gewürz-Spezialist Marcus Winkler. "Es ist längst an der Zeit die landläufigen Vorstellungen vom perfekten Service sowie die herkömmlichen kulinarischen Ordnungsprinzipien zu hinterfragen", sind Stummerer und Hablesreiter überzeugt.

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