Fr, 15. Dezember 2017

"Zwiebelgeruch"

17.03.2015 13:30

Auer-Welsbach bei Rauferei in Zelle verletzt

Der wegen schweren Betrugs verurteilte Wolfgang Auer-Welsbach ist bei einer Rangelei in einer Zelle in der Justizanstalt Karlau in Graz verletzt worden, berichtete Anstaltsleiter Josef Mock am Dienstag. Der Kärntner habe bei der Auseinandersetzung eine Verletzung an der Lippe erlitten, die "ein paar Millimeter" lang sei. Ursache könnte "durchaus Geruchsbelästigung" gewesen sein - angeblich habe "Zwiebelgeruch" in der Zelle die Gemüter erhitzt.

Der Vorfall habe sich schon vor etwa zehn Tagen abgespielt, sagte Mock. Auer-Welsbach soll in der Gemeinschaftszelle gekocht haben, dabei dürfte es wegen garender Zwiebeln zur Geruchsbelästigung gekommen sein. Es folgte ein handfester Streit, wobei noch nicht restlos geklärt sei, wer wen warum attackiert hatte. "Ein internes Verfahren zur Klärung des Hergangs wurde wie üblich eingeleitet", so der Anstaltsleiter.

Dabei soll geklärt werden, ob es sich um einen strafrechtlich relevanten Fall handelt und Körperverletzung vorliegt. Bis Licht in die Sache gebracht wird, werden die Zelleninsassen getrennt - das passiere in solchen Fällen: "Bis alles geklärt ist, sind die Insassen in unterschiedlichen Hafträumen", sagte Mock.

Auer-Welsbach bei Freigang als Alkolenker unterwegs
Der wegen schweren Betrugs zu acht Jahren Gefängnis verurteilte Finanzjongleur Auer-Welsbach war in den vergangenen Monaten mehrmals bei seinen Haftfreigängen aufgefallen: So wurde er etwa betrunken am Steuer erwischt, weswegen der Freigang auch wieder rückgängig gemacht wurde.

Der AvW-Konzern - Auer-Welsbach war damals Vorstandschef - war 2008 zusammengebrochen, drei Jahre später wurde der Kärntner wegen gewerbsmäßig schweren Betrugs, Untreue und Bilanzfälschung zu acht Jahren Haft verurteilt. Mehr als 12.000 Wertpapieranleger zählten damals zu den Opfern, der Schaden beträgt rund 400 Millionen Euro. Auer-Welsbachs Haftstrafe dauert noch bis zum Jahr 2019.

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