Do, 23. November 2017

Treffen im Rathaus

17.03.2015 10:55

Bund und Länder wollen Tierschutz-Allianz bilden

Eine breite Allianz gegen den illegalen Tierhandel und enge Kooperation zwischen Bundesländern und dem Bund in Sachen Tierschutz wurden am vergangenen Freitag in Wien bei der 1. Landestierschutzkonferenz vereinbart. So möchte man künftig gemeinsam gegen illegalen Tierhandel und "Animal Hoarding" vorgehen.

Die für Tierschutz auf Bundesebene zuständige Ministerin Sabine Oberhauser und die Landestierschutzreferenten aller Bundesländer waren auf Initiative von Wiens Tierschutzstadträtin Ulli Sima und Niederösterreichs Tierschutzlandesrat Maurice Androsch im Wiener Rathaus zusammengekommen. "Ich freue mich über den Schulterschluss von Bund und Ländern in Sachen Tierschutz. Da die Bundesländer für die Ausführung des Tierschutzgesetzes zuständig sind, ist es von enormer Bedeutung, dass die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert", so Ministerin Sabine Oberhauser.

Bundesländer bald gemeinsam gegen illegalen Handel?
Man will künftig verstärkt in verschiedensten Bereichen gemeinsam vorgehen, um Tierleid zu mindern. Im Zentrum stand unter anderem die gemeinsame Vorgangsweise gegen den illegalen Tierhandel. Wien ist in diesem Bereich schon seit Längerem aktiv, Ministerin Oberhauser unterstützt diese Initiative und will nun auch mit den anderen Bundesländern zusammenarbeiten.

Zulassungspflicht für Auslandstierschutz?
Wien als Gastgeber hat den illegalen Welpenhandel auf die Tagesordnung gesetzt, um länderübergreifende Maßnahmen zu beschließen. Für Wiens Tierschutzstadträtin Ulli Sima ist dies zwingend notwendig: "Als Land Wien kämpfen wir seit Längerem auch sehr erfolgreich gegen die Welpenhändler, doch diese kennen keine Grenzen. Wir haben daher etliche Anträge eingebracht, um länderübergreifende Maßnahmen zu setzen", so Sima. So soll etwa eine möglichst zentrale Zulassungs- und Registrierungspflicht für Vereine und Institutionen, die Hunde und Katzen nach Österreich vermitteln, erlassen werden.

Auch "Animal Hoarding" und Exoten ein Thema
Noch zahlreiche andere Themen standen auf der Tagesordnung der 1. Landestierschutzkonferenz: Die Bandbreite reicht von den Themen "Animal Hoarding" über die Erweiterung der Haltungsverbote für gefährliche Wildtiere bis hin zu Tierschutz in Schulen. Ziel ist es, schon bei den Kindern Bewusstsein für den respektvollen Umgang mit Tieren zu fördern. Zentral war die Debatte um den Verkauf von Tieren auf Tierbörsen und Messen. In diesem Bereich wird um eine Novelle der Tierschutz-Veranstaltungsverordnung ersucht, um den Verkauf von exotischen Wildtieren auf Tierbörsen und Messen generell zu verbieten.

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