Sa, 18. November 2017

Vorstoß des KfV

16.03.2015 18:16

Experten fordern: „Null Toleranz“ für Temposünder

Wenn es nach den Vorstellungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit geht, sollen Temposünder künftig noch rascher zur Kassa gebeten werden. Die Forderung: eine Herabsetzung der Toleranzgrenze bei Geschwindigkeitsübertretungen. Experten versprechen sich davon ein Plus an Sicherheit, besonders vor Kindergärten, Schulen und Pensionisten-Wohnhäusern.

Der gelernte Österreicher weiß: "Ein bisserl geht immer." 40 statt 30, 145 anstelle der erlaubten 130. Doch damit will das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) - ganz nach Salzburger Vorbild - aufräumen. In der Mozartstadt heißt es schon seit Monaten "null Toleranz" für Temposünder, das Kuratorium fordert dieselbe Maßnahme jetzt für ganz Österreich ein. Soll heißen: Oberhalb der sogenannten technischen Toleranzgrenze (sie wird von der Laserpistole oder der Radarbox ausgewiesen) soll rascher abgestraft werden.

Mehr Aufmerksamkeit für Tacho, weniger für die Straße?
"Das soll keine Schikane für Autofahrer sein. Aber 30 muss 30 bleiben", so KfV-Geschäftsführer Othmar Thann. Es bestehe unbestritten ein Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Unfallhäufung. Vor allem rund um Schulen und Kindergärten zählt bekanntlich jeder Meter Bremsweg.

Die großen Autofahrerklubs zeigen sich skeptisch: Zwar gehört Raserei "selbstverständlich bestraft", allerdings bringt die auf den Stundenkilometer exakte "Abrechnung" gleich mehrere Probleme mit sich: "Man läuft Gefahr, die Aufmerksamkeit eher auf den Tacho als auf die Straße zu richten", so ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried. Sebastian Obrecht vom ARBÖ fordert jedenfalls "eine einheitliche Regelung für ganz Österreich".

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