Sa, 25. November 2017

Zirbenholz im Trend

18.03.2015 12:24

Der große Run auf die Zirbe

Zirbenholzbetten, Zirbenholzschränke, Zirbenholzsaunas, und, und, und – kein anderes Holz steht derzeit so hoch im Kurs wie das helle Zirbenholz. Nicht nur bei uns, auch bei unseren deutschen Nachbarn sind Produkte aus und rund um die "Königin der Alpen" begehrt wie selten zuvor. Aus gutem Grund. Denn eine wissenschaftliche Studie bestätigte die eindrucksvollen Wirkungen des Zirbenholzes: Rund eine Stunde Arbeit soll sich das Herz beim Schlafen in Zirbenholzbetten ersparen.

Seit jeher werden der Zirbe vielfache besonders positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen zugeschrieben. So war es z.B. viele Jahrhunderte lang in vielen ländlichen Gegenden Brauch, Neugeborene in Wiegen aus Zirbenholz zu legen. Altes Wissen, das nun auch wissenschaftlich bestätigt wurde.

Mehr Kraft im Alltag
Wissenschaftler der Forschungsgesellschaft Johanneum Research (Institut für Nichtinvasive Diagnostik, Weiz) evaluierten im Auftrag eines interregionalen Forschungsprogramms in einer Blindstudie die Auswirkungen von Zirbenholz auf Belastungs- und Erholungsfähigkeit an 30 gesunden Erwachsenen.

Die Ergebnisse der umfassenden und streng wissenschaftlichen Studie waren eindrucksvoll: Schon allein der Aufenthalt in Zirbenholzzimmern erhöhte die Kraft für die Bewältigung des Alltagsstresses und verkürzte die erforderlichen Erholungsphasen.

Tieferer Schlaf – und eine Stunde weniger Herzarbeit
Die deutlichsten Unterschiede zeigten sich allerdings in Bezug auf die Schlafqualität. So war beim Schlaf im Zirbenbett eine signifikant niedrigere Herzrate im Vergleich zum Spanplattenbett mit Holzdekor feststellbar. Auch die Erholung des vegetativen Nervensystems war wesentlich stärker ausgeprägt.

Die Ersparnis an Herzschlägen in Zirbenholzbetten betrug im Vergleich zu den Holzdekorbetten etwa 3.500 Herzschläge. Oder einfacher ausgedrückt: Schlafen im Zirbenbett erspart dem Herzen etwa eine Stunde Arbeit pro Tag.

Auch bei der so wichtigen Schlaftiefe konnte Zirbenholz überzeugen. Festgestellt wurde ein besserer und tieferer Schlaf und der erste, besonders wichtige Schlafzyklus war im Zirbenholzbett laut der Studie deutlich verlängert.

Was macht die Zirbe so besonders?
Doch die "Königin der Alpen", wie die Zirbe oft bezeichnet wird, kann noch mehr: So sollen sich in Zirbenholzbetten bzw. -matratzen keine Hausmilben finden, Brot, das in Zirbenbrotdosen aufbewahrt wird, soll deutlich länger haltbar sein, und auch den lästigen Motten macht Zirbenholz den Garaus.

Verantwortlich für all diese positiven Eigenschaften sind in erster Linie die ätherischen Öle der Zirbe mit besonderen sinnesphysiologischen Qualitäten. Und so ist auch für die Zirbe ein besonders klarer, feiner Geruch charakteristisch.

Die Zirbenkiefer selbst findet sich in den höchsten Regionen der Alpen ("Baumschutzgürtel"), wächst langsam, wird bis zu 20 Meter hoch und kann bis zu 1.000 Jahre alt werden. Zirbenholz gilt daher als besonders dauerhaft und robust.

Alles Zirbe – doch woher?
Zirbenkiefer werden nicht in Plantagen angebaut. Das heißt also, dass Zirbenholz bester Qualität und Güte nur im Zuge von Schlägerungen (z.B. Liftbau) frei wird.

Der große Run auf die Zirbe hat daher bereits zu einem echten Beschaffungsproblem geführt. Und das schlägt sich naturgemäß auch im Preis nieder. "Vom Jänner bis zu diesem Monat ist der Preis für heimische Zirben in diesem Jahr bereits um 22 Prozent gestiegen", unterstreicht Erich Ritt, Vertriebsleiter von Zirbenholzspezialisten Anrei.

Die Folge: Nicht alles, was nach Zirbe riecht (und auf den ersten Blick auch so aussieht) ist auch immer Zirbe. Gerne wird z.B. mit ähnlichem Kiefernholz vermischt.

Vom Duftwürfel bis zum Zirbenpolster
Zirbenbetten sind eine vergleichsweise preisintensive Anschaffung. Wesentlich kostengünstiger kann man zum Austesten und zum Zirben-Einstieg eines der zwischenzeitlich zahlreichen Produkte rund um die Zirbe einsetzen.

Besonders beliebt sind Zirbenpolster, die es in mehreren Größen gibt. Gefüllt sind sie mit Zirbenholzspänen, die – wenn sie den Duft einmal verloren haben – auch einfach mit (gutem!) Zirbenöl nachbeduftet werden können.

Erhältlich sind auch Zirbenschlafdecken (gefüllt mit Schafswolle und Zirbenholzspänen), Duftwürfel, Brotdosen oder auch Luftbefeuchter aus Zirbenholz ("Zirbler").

Tipp: Kleine Säckchen mit Zirbenholzspänen als Duftspender und Mottenschutz für die Kästen!

Zirbenduft selbst gemacht
Wer Lust auf die feinen ätherischen Öle des Zirbenholzes hat, ist mit einem hochwertigen Zirbenöl gut beraten. Einen nicht nur ausgesprochenen guten und sauberen Duft erhält man, wenn man in eine einfache Sprühflasche (Apotheke!) in destilliertes Wasser einige Tropfen Zirbenöl gibt. Vor dem Einschlafen versprüht, entfaltet der selbstgemachte Zirben-Raumspray einen besonders feinen, erdigen Waldduft. Viele Anwender bereichten von einem wesentlich besseren Schlaf schon allein durch diesen Duft.

Tipp: Im Internet gibt es mittlerweile sehr viele Anbieter für Zirbenholzprodukte und auch Zirbenöl. Beim Kauf auf Bio-Qualität und heimische Produktion achten, beim Öl auch auf die Herstellung (Dampfdestilliation)!

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