Fr, 15. Dezember 2017

Weiter kein Top Gear

17.03.2015 10:31

BBC-Boss tritt schmutzig gegen Clarkson nach

Top Gear wird auch weiterhin nicht ausgestrahlt - zumindest auch am kommenden Sonntag. Während die BBC im "Top Gear"-Skandal rund um Anchorman Jeremy Clarkson ermittelt, brodelt allerorten die Gerüchteküche. Künstlicher Eklat zur Quotensteigerung, geplantes Abgangsszenario Richtung Privat-TV - es wird viel gemunkelt. Und inzwischen auch nachgetreten - von einem nicht genannten BBC-Boss.

Was genau passiert ist, darüber gehen die Berichte auseinander. Jedenfalls soll es um das Essen nach einem Drehtag gegangen sein. Entweder war es eine kalte Platte statt einer warmen Mahlzeit, oder die warme Mahlzeit war kalt. Jedenfalls dürfte sich Clarkson derart darüber echauffiert haben, dass er einem Produzenten letztendlich "eine aufgelegt" haben soll. Vielleicht war es aber auch ein Produktionsassistent. Der musste daraufhin angeblich wegen einer aufgeplatzten Lippe verarztet werden. Doch auch darüber gibt es unterschiedliche Versionen, etwa die, dass Clarkson ihm nur Prügel angedroht hat.

Nachdem der "Top Gear"-Star von der BBC bereits letztes Jahr buchstäblich angezählt worden war, wurde er prompt suspendiert. Vergangenen Sonntag lief statt Top Gear die Wiederholung irgendeiner Doku, und auch für kommenden Sonntag wurde die Ausstrahlung bereits abgesagt.

Schmutziger Vergleich
Nun tritt ein BBC-Boss nach: Im Gespräch mit der Daily Mail forderte er, Clarkson solle in Entzug gehen. Er sei "selbstzerstörerisch" unterwegs und außerdem bei dem Vorfall betrunken gewesen. Und dann wird es richtig schmutzig: Der hochrangige BBC-Mitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden will, vergleicht Clarkson mit Ex-BBC-Moderator Jimmy Savile (†84), der sich an Hunderten Kindern vergangen haben soll. Das wurde erst nach dessen Tod bekannt, weil die Opfer nicht ausgesagt hatten, aus Angst davor, dass ihnen niemand glaubte. Nach Ansicht des BBC-Manns schweigt der geschlagene Produzent aus ähnlichen Gründen.

Fans auf der ganzen Welt unterstützen Jeremy Clarkson, eine Online-Petition hat bereits über 900.000 Unterzeichner. Und seine umstrittenen Sprüche sind Quotenrenner im Netz.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden